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    24.6.00 Eichenbühl

Auf ging's in die Festival-Saison 2000. Und dann gleich wieder fast quer durch Deutschland, nämlich nach Eichenbühl. Eichenbühl das liegt zwar in Bayern, aber 5 KM nach oben ist schon wieder Hessen und 5 KM nach links ist dann Baden-Würtenberg. So wurde das uns zumindest erklärt, und wundern würde uns das nicht, wenn sun2 man sich diesen (sehr sympatischen) Dialekt der "Eichenbühler" mal anhört. Irgendwie nach dem Motto: Michael Mittermeier trifft Badesalz.
Doch wie immer war vor dem ganzen Spaß der Trip mit unserem Bus über die Autobahn angesagt. Heute in dezimierter Besetzung. Kentop weilte mit Couchgott in Würzburg und Jan, Andreas und Carlo kamen mit dem Auto hinterhergeeiert. So hatten die restlichen verbleibenden Insassen natürlich viel Platz, wobei Thomas ne´ Runde schlief und Ingo und Thorsten ihre "Balltechnik auf engsten Raum" unter Beweis stellten. Ingo trägt seinen Spitznamen "Romario" absolut zurecht.
Irgendwann waren wir dann aber auch da, und es erwartete uns ein doch ganz schön beachtliches Festival. Zu unserem großen Erstaunen fanden wir unseren Kentop dann auch schon auf dem Festivalgelände. Genauer gesagt saß er hinterm Schlagzeug und spielte munter mit zwei lokalen Gitarren-Heroes irgendwelche Rock-Balladen. Als sich dann auch noch Jan überreden ließ den "Brian" zu spielen, war die Stimmung groß. Leider traute sich Thomas nicht zu singen, und als wir Ihn endlich soweit hatten, spielten auch schon die Jungs von Spoiler-Live. Wir verbrachten ihr Konzert damit unseren Kram auszupacken und aufzubauen und uns um den Inhalt des Festival-Kühlschranks zu kümmern.
Als wir dann kurz den Sound checkten, bemerkten wir, daß sich das Gelände schon ganz gut gefüllt hatte, die Besucher die Zeit aber lieber mit dem Rauchen von "lustigen Zigaretten", als mit Abtanzen vor der Bühne beschäftigen wollten. Na gut, dann Sun1 halt nicht. Wir hatten auch so unseren Spaß. Heute vor allem mit Andreas Ansage zu "She went away". Niemals war ein Lady Godiva-Song aktueller als an diesem Samstag nachmittag in Eichenbühl. Nach dem Gig haben wir uns wieder intensiv um den Inhalt des Festival-Kühlschranks gekümmert, einen leckeren Döner gegessen und dann schließlich hat Thomas den Sänger von der Kult-Band "Die Cracker" gegrüßt. "... ehrlich, ohne Scheiß, in Echt, ne´, jetzt ganz ohne Scheiß, ich soll dich grüßen, ehrlich ..." Ja, ja, wahrscheinlich hat er sich so über Thomas Grüße gefreut das die Cracker dann auch richtig abgerockt haben. Solche Lieder wie "Klassenfahrt zum Tittisee" oder "Wir sind die Beatkapelle aus dem Altersheim" lassen natürlich auch kein Auge trocken. Carlo erfand zu jedem Lied einen neuen "La Luna - La Luna-Refrain" und irgendwann war´s dann auch vorbei mit den Crackern und da der Inhalt des Kühlschranks auch langsam zuneige ging, gönnten wir uns noch ein Abschlussbierechen, schauten noch bei Hot Bananas zu (der Schlagzeuger mit 14 Becken und der ultimativen Haarfrisur), und wurden dann mit einem Transporter ins Pfarrheim nach Eichenbühl gefahren. Dies jedoch mit einigen Problemen. Vor diesem Transporter wurde gerade ein Festival-Besucher "wiederbelebt" und auf der Fahrt hatte jemand Probleme mit der Verdauung (www.wer-hat-hier-geschissen.de. Außerdem war Ingo noch nicht dabei (ist er aber nie) und irgend jemand hatte unseren Bus-Schlüssel verloren. Alles war irgendwie scheißegal als wir in unsere mit viel Liebe aufgebauten Feldbetten fielen. (Übrigends in der dorfeigenen Fahrschule) Der Spaß war vorbei als dann Ingo sturzbesoffen in unseren Raum kam. "So hier ist sie: meine Band. Hinten links schläft Andreas unser Sänger. Direkt daneben liegt unser Schlagzeuger Thorsten. Rechts davon seht ihr Thomas ....." Der Kerl kann manchmal nerven. Ingo: "Halts Maul" Kaum war er ruhig legte er sich in sein Feldbett und fing fröhlich an zu schnarchen. Also war die Nacht entsprechend "unruhig". Als vier von uns am nächsten Morgen schon wieder früh los mußten, blieben die anderen zurück und versuchten nach kurzem Frühstück unseren Bus kurzzuschliessen. Nach viel Mühe klappte auch dies und wir machten uns wieder auf, auf eine elendig lange Heimfahrt.

29.06.00 Fundays Iserlohn

Am Donnerstag danach spielten wir auf den "Fundays" in Iserlohn. Das lief alles ganz "Easy". Wir waren die einzige Band des abends und konnten uns alle viiiiiiiieeeeeelllll Zeit beim Soundcheck lassen. Wir spielten ein lustiges Konzert und als irgendwann in Iserlohn jede Pizzeria geschlossen hatte und verwirrte Menschen mit einem Auto-Corso durch Iserlohn fuhren, war klar: Italien war im Halbfinale. Wir schlossen noch nette Kontakte mit sehr an uns interessierten weiblichen "Fans" und ab ging es wieder nach Hause. Man sieht: Nicht wirklich viel interessantes passiert in Iserlohn. War aber ganz OK für einen Donnerstag abend.

15.+ 16.07.00 Talge-Open-Air und Fetzdiwal in Heidburg bei Trier

Ja, das war mal wieder ein Hardcore-Wochenende. Wieder mal quer durch Deutschland unterwegs auf absoluter Schweine-Tour. Nur gut, daß der Commander mit dabei war. Und zu unserer großen Freude waren wir wieder mit einem Lady Godiva-Freund der ersten Stunde unterwegs, nämlich Schlemmi. Und hatte er damals noch einen stinknormalen Bulli so fuhren wir diesmal mit dem absolut genialsten Fahrzeug dem Raumschiff Voyager zu den Festivals in dem die Band je ihr Dosenbier verschüttet hat. Ohne in hätten wir unsere Konzerte am Samstag und Sonntag niemals spielen können. Vielen dank dafür. Ich befürchte nur, daß wir nach dem Wochenende wieder 2 Jahre warten müssen, bis sich Schlemmi das touren mit uns wieder antut. Denn es war wirklich ziemlich heftig.
Samstag trafen wir uns wie gewohnt am Proberaum und schon hier geschah das unfaßbare: alle waren pünktlich. Also kamen wir auch sehr zeitig im wunderschönen Talge an. Dort fand auf dem heimischen Sportplatz das Talge Open-Air statt. Und das was wir so sahen war schon mal sehr vielversprechend.
Doch zunächst hatten wir großen Spaß mit dem Fussball-Juxtunier der heimischen Kicker. Das Spiel war totlangweilig, aber der "Stadionsprecher" war die absolute härte. Wieder mal ein Mann für den "Quatsch-Comedy-Club" (s. Tourtagebuch "Eichenbühl").
Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten (sehr sehr gemütlich), bekamen wir ein lecker Buffet und kurz danach steckten wir Ingo in den Flugsimulator. Das war der nächste Hammer. Jeder andere von uns hätte sich warscheinlich den Kartoffelgratin wieder auf die Hose gekotzt. Ingo kennt bei solchen Sachen keine Gnade. Obwohl er hinterher auch nicht gerade gesund aussah.
Ach so, ein Konzert haben wir ja auch gespielt. Aber zuerst spielte "Beckenbauer", und wir waren uns alle einig. Wenn die anstatt der vielen Coverstücke mehr von den alten Fußballkrachern ("wir sind schon auf dem Brenner", "Ole Espana") spielen würden, wären die eine echte Kultband. So war es "nur" eine Coverband. Aber eine witzige.
Danach spielte noch ne´ Band und dann wir. Und plötzlich war auch das Wetter gut, und das Gelände ziemlich voll. Leider wurde aus dem Linecheck wieder ein Soundcheck ("Problemtom läßt grüßen"), doch als es dann los ging hat es richtig geknallt. So macht das Spaß. Druck vom ersten bis zum letzten Lied. Andreas war wieder extrem gut drauf und vor der Bühne ging es richtig zur Sache (inklusive einer Polonaise quer über den Platz). Superklasse Gig. Und dann kommt der Veranstalter und holt uns einfach von der Bühne, weil Cliff Barnes (war das jetzt "Denver-Clan" oder "Dallas"???) sein ultimatives Comeback feiern will. Na gut, wenn's am schönsten ist, soll man aufhören bzw. anfangen (nämlich den Tequila zu testen). Mit unserem "Zauberpaß" hatten wir eh Freibier, und da Cliff Barnes schöne "Saufmusik" spielte, nutzten wir das dann auch aus.
Als der große Teil von uns pflichtbewußt schon wieder rtl2 Telefonsex-Nummern auswendig lernte, muß Ingo wohl wieder voll aufgedreht haben. Mit seiner von brasilianischen Straßenkindern handkeklöppelten Kultjacke war er wieder der Star des abends (inklusive. Ingo-dance). Tja, und irgendwie haben wir dann alle vergessen um wieviel Uhr wir am nächsten morgen raus mußten um rechtzeitig unseren Gig in der Nähe von Trier spielen zu können. Schlemmi weckte uns mehr oder weniger liebevoll um 7.30 morgends und danach organisierte er auch noch ein leckeres Frühstück von der nächstgelegenen Tankstelle. Bei "Verbraucherinformationen" auf dem Kultsender HOT frühstückten wir also unsere Brötchen und tranken unsere Capri-Sonne (ehrlich, die gibt´s noch). Kurz danach ging´s dann los nach Trier, und das Grauen begann.
Jan war schon unterwegs auf der Bahn (jetzt könnten dumme Sprüche kommen, sie kommen aber nicht).und auch der Rest stand kurz vor Remscheid als Kentop endlich ausgeschlafen hatte und uns auf dem Handy anrief (" der Veranstalter hat angerufen, die Veranstaltung fällt ins Wasser!"). So, nun standen wir da. Was heißt: fällt ins Wasser? war das jetzt ne´ Absage? Und wir reißen uns hier den Arsch auf. Ganz zu schweigen von Jan, denn der lag schon zwischen dn Weinbergen und war am pennen (der hatte nur 2 Stunden geschlafen! / jetzt könnten dumme Sprüche....)
Also haben wir versucht den Veranstalter anzurufen. Als das mit viel mühe dann gelang, haben wir versucht den Veranstalter zu verstehen (Dialekt und Alkohol) und irgendwann fuhren wir weiter. Mit zwei Stunden Verspätung (Stau mit dem Commander) und reichlich unmotiviert kamen wir dann in einem "heimelichen" Wäldchen an, in dem offensichtlich seit 3 tagen das Chaos regierte. Und trotzdem, nach ziemlichen Verlustgeschäften fürs Festival und viel Schlamm, Matsch und Regen, waren die anwesenden Leute alle supernett, und selbst an einem scheissverregneten Sonntagnachmittag irgendwo in Deutschland hat es wirklich Spaß gemacht dort (wie hieß dieser Ort noch gleich??) zu spielen.

Die Rückfahrt war nicht ganz so stimmungsvoll, aber wir hatten ja den Commander und die Funkgeräte dabei, so daß es doch noch recht kurzweilig wurde. Allerdings ist Tempo 200 im Regen alles andere als eine Entspannung, aber zumindest waren wir ja dann doch noch vor 22.00 zu hause. 48 stunden Vollgas mit 4 stunden schlaf. Irgendwie sind wir ziemlich bescheuert!! Aber wie Ingo immer zu sagen pflegt: Das ist "Rock´n Roll" bzw. "Punkrock mit leichten Jazzeinflüssen", wobei man Ingos Definition von Jazz kennen muß, um zu verstehen was er meint.

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