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Lady Godiva
Tagebuch {short description of image}   irish folk punk
     
    29.04.2000 Hameln Promenadenfest

Die Open-Air-Saison ist eröffnet. Und zwar in Hameln. Eigentlich hat unser Schlagzeuger ja lebenslanges Hameln-Verbot (gaaaanz alte Jugendsünden), aber es hat Ihn Gott sei Dank keiner erkannt. Nach unserem legendären Open-Air vor ein paar Jahren in der Hamelner Fußgängerzone hielten sich unsere Erwartungen eher in Grenzen. Als wir nach 2 Stunden Bus-Tour am Weserufer eintrafen wurden wir auch nicht enttäuscht: Ein schlecht besuchtes Stadtfest!! Aber wie immer hieß es: wir machen uns schon Spaß. Egal wie. Doch heute machte man es uns wirklich nicht leicht. Vor allem der Techniker der Top-20-Cover-Band über deren Anlage wir spielen durften, hatte ein paar Probleme mit der Phantomspeisung von Flöte und Akkordeon. Dumm das ausgerechnet beide Mikros zur gleichen Zeit am selben Ort kaputt gehen mussten. Oder lag es am Ende gar nicht an den Mikros?? Am nächsten Tag funktionierten unsere Mikros jedenfalls wieder einwandfrei. Weiterhin war verwunderlich das Thomas an diesem sonnigen Tag soviel Energie hatte, dass an seinem Funkmikro sage und schreibe 5 Mal während unseres Sets die Batterie ausgewechselt werden musste. Sachen gibt´s. Christian stand also wie blöd hinter seinem kleinen Mikrofonständer, Thomas lief verwirrt von einem Mikro zum anderen und der Rest vertrieb sich die Zeit damit, sich über den schlechten Monitorsound zu beschweren. Doch so schlimm war es dann doch nicht. Wir konnten den Gig nämlich nutzen, unsere vielen Neukompositionen zu "testen". So hatten eine Handvoll hartgesottener Hamelner die Ehre, die Premiere von "Remember the time"," Old man´s tale" und "She went away" zu hören. Außerdem schlummerte immer noch ein altes Schätzchen in unseren Köpfen, und wir beschlossen schließlich "The death is not the end" mit in unser Set zu nehmen. Die Hamelner fanden das wohl ganz gut, denn als wir hinterher in unserem blauen Bock saßen, hatte Kentop ein ganz merkwürdiges Grinsen auf den Lippen, was traditionell auf einen guten Merchandising- Umsatz hindeutet.

30.04.2000 Rock in den Mai in Hüsten in der Schützenhalle

Auf das Konzert in Hüsten hatten wir uns logischerweise schon lange gefreut. Endlich wieder ein Heimspiel und das erste Konzert von Jan im heimischen Raum (Soest zählt man in Arnsberg nicht zum heimischen Raum). Huesten1 Wir waren im Hinblick auf die vielen Tanz-in-den-Mai-Veranstaltungen in der Gegend natürlich ziemlich skeptisch, doch die Jungs aus dem Veranstaltungsteam waren ziemlich zuversichtlich. Der Vorverkauf lief auch absolut genial. Was uns jedoch am Abend erwartete übertrief alle Erwartungen und Biervorräte. Ausverkauft!!! 1000 Leute in der Hüstener Schützenhalle und einige die leider wieder nach Hause (oder nach Vosswinkel) gehen mussten. An dieser Stelle noch mal: Vielen Dank! An dieser Stelle aber auch: Wer konnte ahnen das 1000 Leute kommen? Kein Mensch. Und leider war neben den Biervorräten auch die PA nicht ganz auf diese Masse eingerichtet. Daher war der Sound im hinteren Teil ein wenig schwammig. Sorry. Trotzdem war dieser Abend ein echter Hammer. Es war schön so viele alte Bekannte und Lady Godiva-Freunde zu treffen und mit ihnen richtig Druck zu machen. Irgendwie war der Abend aber dann so schnell vorbei und vom Konzert ist auch nicht mehr so viel hängengeblieben. Wie Thomas immer sagt: Da freut man sich die ganze Zeit drauf und ZACK ist alles wieder vorbei. Recht hat er. Doch es wird nächstes Jahr bestimmt wieder ein Rock-in-den-Mai mit Lady Godiva geben, und wenn alles so klappt wie wir uns das vorstellen haben wir bis dahin auch ne´ neue CD. Mal sehen.

06.05.2000 Plauen Malzhaus

Ein Satz vorweg: Immer wenn der Techniker hinter seinem Mischpult tanzt ist es ein geiles Konzert. Und er hat getanzt.

Zunächst jedoch gab es "Kentops-Autobahn-Adventure". Mit Hänger nach Plauen und das bei ca. 30 Grad im Auto. Da muß man sich schon was einfallen lassen um sich die Zeit zu vertreiben. Gut, dass Ingo im Auto saß, denn er konnte uns über die Herkunft und den Ursprung der heimischen Ortsnamen aufklären ("hier müssen wir Herdringen und das müssen wir abHolzen"). Nachdem wir dann jeden Ort im Sauerland verunglimpft hatten, waren wir auch schon fast da. Zunächst hatten wir aufgrund einer Umleitung noch die Möglichkeit das schöne Vogtland unter die Lupe zu nehmen. Thomas nennt diese Art der Landschaftserkundung übrigens "Saitsing". Mit ein bisschen Verspätung kamen wir dann so gegen 18.30 am Malzhaus an. Ein über die Grenzen hinaus berühmter Veranstaltungsort mit historischer Vergangenheit. Die Bühne liegt in einem alten Kellergewölbe und ist wirklich sehr beeindruckend. Warum gibt es so was bei uns nicht? Der Aufbau klappte super. Der Soundcheck klappte super. Das essen schmeckte super. Das Bier auch. Alles war irgendwie super hier in Plauen. Als dann auch noch Pfütze aus Rostock auf der Matte stand konnte es richtig abgehen. Und es ging so ab, dass irgendwann der Mischer auf der anderen Seite anfing zu tanzen. Und das heißt, dass es ein absolut geiles Konzert war. Nach langen und konfusen Autofahrten mit Chauffeur Jan durch die nächtlichen Straßen Plauens kamen wir auch irgendwann in unserer Pension an und trafen auf eine nette und super-gastfreundliche "Herbergsmutter" die uns fast "mütterlich" umsorgte und uns am nächsten morgen noch ein reichhaltiges Frühstück servierte. Schön war es in Plauen und wir werden mit Sicherheit wiederkommen.

19./ 20.05.2000 Coesfeld+Emsdetten

Schon zum 4. Mal ging es also nach Coesfeld in die Fabrik. Coesfeld und Sendenhorst, das sind die Orte wo wir schon fast zuhause sind. Man kennt die Coes_1 Leute, die Bühne und in Coesfeld kennt man auch das Essen und vor allem die Zuschauer. So auch dieses Mal, nur das uns irgendwie alles ein wenig kleiner vorkam als sonst. Keine Ahnung woran so was liegt. Nach einer stressigen Tour nach Coesfeld hatten wir nach dem Soundcheck endlich Gelegenheit Carlo in aller Form zum Geburtstag zu gratulieren. Seinem Gesichtsausdruck zu urteilen hat er sich über den "Champagner" des Hauses mehr gefreut als über den von uns mit Liebe ausgewählten elektrischen Cocktail-Mixer.

Wir vertrieben uns die Zeit bis zum Konzert wie immer: mit Kickern und mit Essen. Die Fabrik in Coesfeld hat ein Essensmarkensystem das seines Gleichen sucht. Blaue Marken und Rote Marken ergeben in den verschiedensten Kombinationen Pizza, Gyros, Döner und sonstige internationale Spezialitäten. Wir landen irgendwie immer bei Pizza. So gegen halb 11 begannen wir dann mit unserem Set. Mit vollem Bauch und einer Menge von Carlos Geburtstagsumtrunk im Blut. Coes_2 Dementsprechend ist von dem Konzert auch nicht mehr ganz so viel in Erinnerung geblieben. Es war halt irgendwie wie immer in Coesfeld. Am Anfang eher verhaltene Stimmung und hinterher kriegen die Leute kein Ende. Fakt ist aber eins. Wir haben ein neues Highlight in unserem Ablauf. Ein reines Akapella-Stück in dem Andreas zur absoluten Höchstform aufläuft (macht er ja eigentlich immer, aber dieses Stück toppt alles bisher dagewesene). War mal wieder ein schöner Abend in Coesfeld, der für uns aber noch lange nicht zu Ende war. Wir fuhren nämlich mit BB (dem blauen Bock) nach Münster zur Carlo-Aftershow-Birthday-Party. Diese fand in der WG einer Person statt, die namentlich ungenannt bleiben möchte, da sie die Illusion hunderter weiblicher Fans nicht zerstören will. Und in dieser WG waren dann auf einmal noch gaaanz viele andere Leute die alle irgendwo verteilt auf dem Boden schlafen sollten. Bis halb 6 kam aber keiner auf die Idee zu schlafen, bis sich dann irgendwann Kentop "ausstellte". Als der sich dann um 12.00 wieder "anmachte" waren alle anderen schon wieder fit und freuten sich auf ein ergiebiges Frühstück in Münster.

Ein Teil von uns schloss sich dem "Einheimischen" Christian an, der uns dann ins Extrablatt führte wo es zwar eine nette Bedienung und ein super Essen, aber zu Thomas großer Enttäuschung keine Formel 1-Übertragung auf dem 2. Bildschirm gab. Auch das mehrmalige "Quengeln" von Thomas half alles nichts: keine Formel 1 im Extrablatt.

Dafür aber die Entscheidung der Fußball-Bundesliga live im Tourbus auf dem Weg nach Emsdetten. Das Ergebnis ist ja leider bekannt.

In Emsdetten war heute viel los: Das international anerkannte Frauenkabarett "vier freche Frauen" spielte ebenso wie der Chartstürmer "Dr. Ring-Ding". Schlechte Voraussetzungen für uns: dachten wir. Als wir dann den Raum sahen in dem wir spielen sollten, wurden unsere Befürchtungen noch schlimmer. Der coes_1 Lichthof ist zwar "architektonisch" sehr ansprechend aber die Akustik ist total Hupe (wir haben noch nie in einem gemauerten Würfel gespielt) und der Rest so lala. Der Veranstalter war aber sehr nett und nachdem wir die dritte Pizza in zwei Tagen verspeist hatten waren wir von der Resonanz positiv überrascht. Es wurde dann auch ein richtig lustiges Konzert mit einem richtig tollen Publikum. Die Konzert bei denen man am wenigsten erwartet sind ja dann fast immer die besten. So auch heute. Alle waren gut drauf, Jan hat wieder seine Gitarre verwurstet, Ingo hat ein extra langes Tequila-Solo gespielt und Andreas hat mit seinem "Solo-Stück" eh die Show auf seiner Seite. Thomas fand großen Gefallen an den Biergläsern und Kentop hatte wieder ein zufriedenes Grinsen auf den Lippen. So muss das sein!!



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