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    Helgoland Inselfest 10.07.04

Welch ein Highlight sollte es werden für dieses Jahr. Einmal auf Helgoland spielen, wo selbst schon die Toten Hosen sich ein kleines Stelldichein gaben und die haben dort nur Fußball gespielt. Natürlich war die Vorfreude groß und wir sollten nicht enttäuscht werden. Zu mindestens für einen hat es sich gelohnt, aber dazu später mehr.
Bereits am Freitag ging die Reise in den hohen Norden los. Da die Fähre am Samstag bereits um 9 Uhr startete, entschlossen wir uns den Freitagabend gemütlich in der Ferienwohnung von Familie Storm zu verbringen. Diese liegt nur ca. 15 Km von Wilhelmshaven entfernt und so bot es sich an, die Anreise einen Tag vorzuziehen. So verbrachten wir den Abend lecker mit Grillfleisch und Bier und einigen Ballspielen im "großzügigen" Garten. Die Zimmerverteilung klappte anschließend auch reibungslos, da nach dem guten alten Losverfahren entschieden wurde. Als Thomas zur späteren Stunde dann allerdings Absihnt mit 70% auf den Tisch stellte, zogen doch einige der Herren den Schwanz ein und nur die mutigsten der Mutigen wagten eine Kostprobe dieses leckeren Getränkes. Ich sage nur: Alles Feiglinge!!!!! So verging der Abend und die Nacht wie im Fluge und als der nächste Tag uns weckte, ging es allen Herren erstaunlich gut. Man machte sich frisch, Frühstückte in Ruhe und alles lief reibungslos, wenn, ja wenn da nicht der Herr Schweineberg wieder einmal stundenlang das Bad blockiert hätte. Man fragt sich wirklich: Was macht dieser Mann so lange auf der Toilette? Antwort: Keine Ahnung!
Jedoch kamen wir dann doch noch pünktlich am Hafen an und bestiegen unser Traumschiff Richtung Helgoland. Eine 3 stündige Fahrt stand uns bevor, die innerhalb der Hafenbefestigungen auch recht amüsant war. Es gab viel zu sehen und die See verhielt sich ruhig. Doch als wir dann die raue See erreichten, viel es einigen schwer ihr Lachen im Gesicht zu behalten. Zum Frühstück zwei Flaschen Bier war dann doch nicht so eine gute Idee. Na ja, so kam es, dass Torsten mit Thomas ein recht einseitiges Gespräch führte und Ingo damit beschäftigt war, den Horizont zu suchen. Scheiße passiert. Aber es ging anderen Leuten auf dem Schiff auch nicht besser. Nach dem Motto: Erst einmal große Klappe haben und anschließend ruhiger werden und die Möwen füttern. Prost!
Da war die Freude natürlich groß, als der Kapitän rief: Land in Sicht!!!!!!!!!!! Der Mann war so wie so spitze. Also, so einen ruhigen Typen habe ich lange nicht getroffen. Bei jedem Satz wartete man ca. 1 min auf das nächste Wort. Sehr spannend kann ich da nur sagen.
Dann kam das berühmte Ausbooten. Mit kleinen Booten werden die Passagiere von den jeweiligen Schiffen an Land geholt, da der Tiefgang der Schiffe ein Anlegen im Hafen nicht möglich macht. Sehr witzig und sehr erlebnisreich. Und wem das alles gut gefällt, der kann sich später auf der Rückfahrt ein Erinnerungsfoto mitnehmen.
Da waren wir nun und ein netter Insulaner nahm uns auch gleich unser Gepäck ab und führte uns zur Unterkunft. Ein Sportheim direkt an der Nordseehalle mit Jugendherbergen Flair. Das heißt, Betten selber überziehen, Fernsehraum und Gemeinschaftsduschen. Aber wir waren ja eh nicht zum Schlafen hier her gekommen. Feiern wollten wir und das taten wir dann auch. Zum Mittagstisch ging es dann erst einmal ins Schwimmbad-Cafe, wo wir die Sonne auf der Terrasse genossen und aus der reichhaltigen Speisekarte frei wählen konnten. Na ja, die freie Wahl wurde dann eingeschränkt, da dem Koch diverse Zutaten "angeblich" ausgegangen waren. Da wir jedoch sehr pflegeleicht sind, einigte man sich auf drei verschieden Gerichte in leicht abgewandelter Form. Und es war sehr lecker. Kompliment an die Küche. Wir kommen gerne wieder. Danach ging es frisch gestärkt zum Soundcheck, der bis auf ein paar kleine Verzögerungen auch recht gut klappte. Zumal uns leckeres Guinness die Wartezeit verkürzte. Natürlich gab es auch Jever Bier, aber mal im Ernst, wer trinkt das schon gerne?
Das Konzert sollte erst um 22 Uhr starten und so hatten wir natürlich alle Zeit der Welt die Insel zu erkunden. Wir deckten uns also mit Zigaretten und Parfum ein und besuchten das Unter- und Oberland. Nur zur Langen Anna kamen wir diesen Abend noch nicht. Aber dazu später mehr. Nach diversen Fischbrötchen und einem leckeren Abendmahl im Kochlöffel ging es anschließend wieder Richtung Nordseehalle, wo sich die Räumlichkeit langsam füllte. Ein kleines Gespräch hier und da und plötzlich war es dann auch soweit. Showtime. Am Anfang noch recht verhalten taute das Publikum doch schnell auf. Die Stimmung war gut und die Tanzfläche wurde auch nicht vernachlässigt. Größere Ausfälle gab es nicht zu beklagen und so verlief das Konzert stimmungsvoll über die Bühne. Schön war es!!!!!!!!!!!! Danach wurde unser Verkaufsstand von diversen Leuten belagert, wobei eine junge Dame es wohl unserem Flötenspieler besonders angetan hatte. Wie ich hörte besteht der Kontakt heute noch und im Punkto lange Anreise hat er wohl Christian den Rekord abgenommen. Ich sage nur 6 Stunden. Schöne Grüße von hier aus an die "Bunte Kuh"!!!!!!!
Natürlich konnte man den Abend so nicht einfach ausklingen lassen und nachdem sich die Halle langsam leerte suchten wir die angesagteste Örtlichkeit der Insel auf. Das Internet-Cafe-Bistro-Restaurante-Hotel-Bowlingbahn-Disco-Dutyfree Shop Haus Krebs. Dort trifft sich zur späteren Stunde das feierwütige Publikum von Helgoland und da gehörten wir natürlich auch zu. So wurden bis in den Morgen noch einige Flaschen geleert und viele Bekanntschaften geschlossen, wobei der "Fischmann" ganz besonders zu erwähnen ist. Schöne Grüße von hier. Und da man ja nicht ins Bett gehen kann ohne die Lange Anna gesehen zu haben, entschloss man sich, dies morgens um 6 Uhr nach zu holen. Obwohl ich sagen muss, ein Sonnenaufgang auf einer Bank zu genießen ist auch nicht schlecht. So stürzte ein Teil von uns noch Richtung Fels und der Weg dort hin kann sich ganz schön hinziehen.
Am anderen Morgen ( oder besser gesagt 3 Stunden später ) waren wir dann alle wieder frisch und munter und vor allem komplett. Nach einem reichhaltigen Frühstück im Schwimmbad-Cafe räumten wir unsere Sachen zusammen und genossen noch einmal die Sehenswürdigkeiten der Insel. Wir bereiteten uns langsam auf die Rücktour vor und beendeten den Nachmittag mit einem Frühschoppen in der "Bunten Kuh". Schöner Laden, kann ich nur empfehlen.
Dann ging es zurück auf das Schiff und wieder einmal die erste Strecke mit den kleinen Booten. Die Rückfahrt war anschließend recht unspektakulär. Keinem war so richtig schlecht, die Fischbrötchen an Bord waren sehr lecker und das Bier schmeckte auch schon wieder. So lag ein schönes Wochenende hinter uns, das zumindest einer so schnell nicht vergessen wird. Schöne Grüße nach Helgoland und freuen uns, wenn wir wieder kommen dürfen.

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