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    Stralsund

Die Open-Air Saison begann für uns mit einer kleinen Weltreise, die uns zunächst ziemlich weit nach Norden und danach ziemlich weit in den Osten des Landes führte. Genauer gesagt ging es nach Stralsund. Und da wir in Stralsund ziemlich früh spielen mußten, trafen wir uns zur unmenschlichsten aller Treffpunktzeiten so um kurz vor sieben am Proberaum. Kurioserweise waren ausnahmslos alle pünktlich. Ja und so saßen wir dann lange, lange im Bus. Nach vier Stunden freier Autobahn waren wir dann irgendwann hinter Hamburg angekommen, bewunderten den historischen Stadtkern von Lübeck, und waren verzückt, dass das legendäre "hier leben wir"-Schild tatsächlich immer noch stand. Wir kannten den Weg vom letzten Force Attack Festival in Rostock. Damals war uns der Mitsubishi von Kentop auf der Autobahn quasi unterm Arsch weggestorben, und wir verbrachten einen Großteil des Tages an der Leitplanke, bzw., bei Auto Bullbock in Hamburg. Als wir endlich unseren Leihwagen hatten, erlebten wir ein wahres Himmelfahrtskommando, und dies führte uns auch durch dieses beschauliche Wäldchen. Mehr dazu gibt's im Force-Attack-Tagebuch von 2001. An diesem Tag war aber alles OK, zumindest waren wir dann gegen 15.00 Uhr in Stralsund und nach einigem hin und her fanden wir dann auch den Festivalort. Es war ein gut gepflegter Rasenplatz, direkt an der Ostsee gelegen und mit bester Aussicht auf die Insel Rügen. Auch wenn uns dies Michael nicht so ganz glauben wollte und wir am Folgetag den "Landkartenbeweis" antreten mussten. Wir waren ursprünglich als zweite Band des Tages so gegen 16.30 Uhr vorgesehen, doch schon jetzt stellte sich heraus das die ganze Veranstaltung 1 Stunde in Verzug war. Wir verbrachten also den Großteil des Nachmittages mit den anderen Bands im Backstagezelt und beobachteten mehr (Thorsten, Kiki und Michael) oder weniger (der Rest) interessiert die Bundesligakonferenz auf Premiere. Als erste Band spielten die "Churchills" eine Band aus Amiland, die gerade mit Uncle Ho auf Tour war und das Festival quasi als Abschlußkonzert ihres Deutschlandgastpiels nutzten. Es war erschreckend wenig los; OK es war noch früh, aber trotzdem waren wir und wahrscheinlich auch der ganze Rest der hinter der Bühne herumsaß ein wenig "irritiert". Das ganze Festival kostete gerade mal 9 € und vergleicht man mal andere Festivals dann ist dieser Preis für diese Bands wirklich "geschenkt". Außerdem war das Wetter Top, von daher hofften wir das sich das ganze schnellstmöglich ändern würde. Nach den Churchills kamen wir. Nach zügigem Festivalsoundcheck und einer unerreicht guten Ansage von Seiten eines dynamischen Discjockeys kam dann der große Auftritt von Lady Godiva. Wir spielten lustig auf, hatten auch das große Vergnügen das wir durchaus Unterstützung aus dem Publikum erhielten, doch leider reichte das alles noch nicht ganz um die übersichtliche Masse zum Tanzen zu bringen. Dennoch machten wir das, was wir dann immer machen, nämlich Späßchen auffa Bühne. Spaß hatten wir auch mit unserem Flötenspiele, der bei "Path of the..." spontan zwischen den Instrumentalteilen "rum-zappte". Das Konzert ging zu Ende, und wir zurück in den Backstage, diesmal mit dem klar definierten Ziel "Kühlschrank" vor Augen. Nach Catering und ein paar Bier war dann auch irgendwann der Bus wieder eingepackt und wir lauschten dem verdammt guten Sound von "Uncle Ho". Das gefiel uns sehr gut, und das eine oder andere Liedchen kennt man ja von dem einen oder anderen Musiksender. Als uns die romantische Ader überfiel machten wir uns auf, um kurz auf den ca. 150 Meter entfernten Bootssteg zu gehen. Hierzu hatten wir uns fest den Hinterausgang in Vesier genommen, doch die Security verhinderte uns trotz größerer Überredungsversuche und Backstageauswiesen den "Auslaß". So gingen wir durch den Haupteingang, dort jedoch ließ man uns mit den Pappbechern nicht raus. Tolle Wurst. Irgendein Security-men war dann aber doch bestechlich und ließ uns durch die Absperrung, und wir konnten endlich Seeluft schnuppern. Wahnsinn, tolle Aussicht. Das Ende von Uncle Ho nahmen wir noch mit um uns danach dann mit der aus Radio und Fernsehen bekannten Band: The Flames zu amüsieren. Thomas war in seinem (Rockabily)-Element und Lars wartete auf das Ende der Darbietung. So unterschiedlich können Geschmäcker sein. Als Höhepunkt durften wir dann noch die Banafishbones genießen. Tolle Band, hat uns gut gefallen. Aber irgendwann war es dann Zeit zu gehen, der Veranstalter hatte keine Lust noch mal den Kühlschrank zu füllen und organisierte uns 2 Taxen. Die fuhren in "Taxi Schulz"-Manier durch Stralsund und brachten uns in ein Studentenwohnheim. Dort gab es noch einige Gesangseinlagen (wegen der tollen Akustik) und ein Abschlußbierchen, und dann ging es in die viel zu kleinen Betten. Am nächsten Morgen ging´s aufgrund der uns bevorstehenden langen Reise wieder früh raus. Es gab ein Frühstück auf die Hand, keine Handtücher zum Duschen und ein kleines Problem beim Bus ausparken. Ansonsten war es aber nicht der Rede wert. Nach Stau in Hamburg, Stau in Bremen und Stau bei McDonalds in Herford waren wir nach sensationellen 9 Stunden wieder zuhause. What a feeling...!

Alt-Döbern

Der 01. Juni war ein wunderschöner Tag, der uns wohl noch ein bißchen länger in Erinnerung bleiben wird. Wir befanden uns auf dem Rückweg aus Alt-Döbern. Dort hatten wir am Vortag ein schönes Festival mit Folk-Punk-Musik bereichert. Doch dazu später mehr. Zunächst zurück auf die Autobahn. Wir waren eigentlich recht optimistisch gewesen den Sonntag abend noch an irgendeine Sauerländer Talsperre fahren zu können um unsere noch recht käsigen Beine in Wasser halten. Doch wie naiv waren wir eigentlich? In Berlin war nicht nur das regelmäßig stattfindende DFB-Pokalfinale, nein es war auch noch das Ende eines mit schönem Wetter gesegneten (Achtung Wortspiel) langen Wochenendes in Berlin gewesen, an dem sich 3 Tage lang ziemlich viele Christen auf dem Kirchentag aufhielten. Das hätte uns eigentlich gar nicht gestört, doch leider war die letzte Messe genau zu dem Zeitpunkt gesungen, als wir gutgelaunt mit unserem Bus die Autobahn wechselten. Und schon nach wenigen Minuten hieß es: Willkommen im christlichsten Stau Deutschlands. Was gibt es schöneres als Sonntag mittags bei (Bus hat kein Klima!!) 40° C in Berlin im Stau Karten spielen zu dürfen und lauwarmes Mineralwasser in unsere übelriechenden Körper zu füllen. Nicht viel. Irgendwann mußten wir den Stau aufgrund akuten Treibstoffmangels verlassen und fuhren auf eine Tankstelle, die an diesem Tag wahrscheinlich den Umsatz "ihres" Lebens machte. Nicht nur, dass ca. 200 Reisebusse mit komplettem christlichen Inhalt die Toiletten und Kühltruhen der Tanke bevölkerten; nein auch wurde zeitgleich ein Film gedreht. Wahrscheinlich die Fortsetzung von "Superstau". Über die Probleme beim Tanken, und die damit verbundenen Diskrepanzen mit der "roten Ente" wollen wir an dieser Stelle gar nicht weiter eingehen. Statt dessen widmen wir uns wieder unserem Rückweg. Mittlerweile hatten wir mit viel Mühe die A2 erreicht, und es rollte wirklich super. Die 2 Stunden die wir im "Berlin-Stau" verloren hatten waren geistig gerade verarbeitet, als uns der Blödmann im Radio auf "40 KM stockenden Verkehr" zwischen Magdeburg und Braunschweig hinwies. Und schon standen wir wieder mittendrin. Und diesmal ging kurzfristig gar nichts. Und unsere Laune tendierte gegen Null. Ganz im Gegensatz zur Temperatur. Nach kurzem Abstecher (quasi aus dem Stau heraus) bei irgendeinem Burger-King, und der Entscheidung "zu voll" fuhren wir eine selbst ausgedachte Umleitung quer durch Braunschweig und siehe da; Stau vorbei. Juhu, jetzt nur noch 2,5 Stunden, dann sind wir Zuhause. Kurz vor Gütersloh standen wir aber schon wieder. Gott sei Dank dieses Mal nicht wirklich lange, sodass wir dann abends gegen 20.00 Uhr am Proberaum eintrafen. 10 Stunden Autobahn bei bestem Wetter und hohem Verkehrsaufkommen, dass ist richtig gut für den Blutdruck. Doch kommen wir zum Konzert. Der Hinweg war sehr beschaulich, und wir können nichts negatives berichten. Im Gegenteil, die Zeit verging ziemlich schnell, und wir waren dann auch schon so gegen 18.00 Uhr in Alt-Döbern (liegt zwischen Berlin und Cottbus) angekommen. Wir wurden freundlich empfangen und hatten sogar eine eigene Backstage-Halle in die ohne Problem auch unser Bus passte. Im Nachinein stellte sich heraus, dass es sich um eine kleine Reithalle handelte. Dies erklärt wiederum die dicken Augen und die laufende Nase des Trommlers. Viel los war noch nicht auf dem Festival, aber das kennen wir ja. Die Leute liegen irgendwo unter dem Baum und rauchen lustige Zigaretten. Wir nutzten die Zeit für nicht minder lustige Getränke und amüsierten uns mit den Brainless Wankers aus Berlin. Wie (fast) immer im Osten erhielten wie VIP-Besuch von Pfütze und Peter und zwei weiteren Kollegen. Wie immer erfreute uns die Anwesenheit der Jungs, und ehrlich gesagt bewundern wir den Herrn Pfützner immer mehr für sein treues und freundschaftliches "following". Ein bißchen Verrückt müssen die aber schon sein (-:

Nach der oben genannten Band spielte noch eine "Rockgeschichte", die uns auch sehr gut gefiel. Und wir aßen leckere Macceroni bei Carola, der guten Seele des Festivals bevor wir uns mit dem Aufbau der Backline befassten. Wir waren schnell dabei und spielten ein 1,5 Stunden-Set, hatten viel Spaß und unser Publikum hatten den auch. Sowohl vor als auch auf der Bühne wurde eine Menge Staub geschluckt, und nur unter Mithilfe von einer Menge Pils konnten unsere Sänger überhaupt das stimmlich wie immer hoch angesiedelte Niveau aufrecht erhalten. Das Publikum tanzte ein letztes Mal zu Kensigton, bei dem auch wieder Pfütze im Backround-??? (das Wort Chor wäre an dieser Stelle echt übertrieben) zu hören war. Ende. Schönes Konzert in schöner Location mit netten Veranstaltern, also ziemlich gelungen. Den Rest verbrachten wir bei lockerem Reggae-Sound am Bier- und/oder Pizzastand bevor uns dann eine nette junge Dame in drei Touren in unser Ferienhaus brachte. Dort hatte unser Sänger noch einen kleinen Unfall, denn er "traf" das Eingangstor im dunkeln nicht ganz, und landete reichlich unsanft im Graben. Als alle wieder beisammen waren war es auch schon wieder Sonntag; und nachdem Michael endlich sein "Bad" genommen hatte und Thorsten die Verstopfung im WC mit (fast) blossen Händen behob (Schwinger war's) freuten wir uns darauf, am schönen Sonntag abend zuhause noch unsere Füße in eine Talsperre halten zu können. bekanntlicherweise wurde daraus aber nichts.

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