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    Donaueschingen, Open-Air

Ein weiteres stressiges Wochenende stand vor der Tür. Es ging nach Süddeutschland. Genauer gesagt nach Donaueschingen. Hier haben wir übrigens vor einiger Zeit dem legendären Debüt der Söhne Mannheims beiwohnen dürfen. Irgendwo auf der Homepage versteckte sich sicher noch das Tagebuch zu diesem Festival. Mit Transe und Michael am Steuer wurde es ein echtes Abenteuer, und bevor wir Donaueschingen erreichten waren wir alle um 3 Herzattacken reicher (an den Gitarristen: ganz links befindet sich bei einem Auto die Bremse!!) und nassgeschwitzt. Außerdem war Ferienzeit, was die Situation auf den Strassen und im Bus nicht wirklich vereinfachte. Ein bisschen zu spät und mit defektem Navigationsgerät fanden wir dann das Parkhotel. Dort stand schon die Anlage auf dem MAN-Truck der Fürstenberg-Brauerei. Wir wunderten uns nochmals über das Bier das gar nicht so schlecht schmeckte wie es hieß (hier muss man sich jetzt in der Sauerländer Lokalpolitik ein bisschen auskennen) und nach kurzer Abkühlphase stellten wir fest, dass das alles ein ziemlich knappe Kiste wurde. Nicht zeitlich gesehen, sondern platzmässig. Wir sind halt 7 Leute mit entsprechendem Equipment, und zudem nicht alle (es gibt natürlich Ausnahmen) unter 1,80 M. Das bedeutete für uns: eng machen und Kopf einziehen. Taten wir. Aber es war auch sonst ein kleiner Kampf. Obwohl gutes Wetter war, konnten wir eigentlich nur auf die Schweizer Garde setzten. Schade für Philipp und Co., das es wieder nicht das Hammer-Event wurde. Aber trotzdem hat uns das Wiedersehen sehr gefreut. Auch das Catering war sensationell, und nachdem es dunkel wurde und die Besucher des Biergartens beschlossen uns entweder ganz gut zu finden oder komplett abzuhauen, wurde es durchaus noch lustig. Die Nacht verbrachten wir in einem sehr guten, sehr bürgerlichen Speiserestaurant mit eigener Schlachtung in der Nähe von Donaueschingen. Und als wir am nächsten Morgen unseren Kaffee auf hatten ging es weiter. Viel Sonne und ein Verkehrschaos wurde uns vorhergesagt.

Weigendorf, Festival

Die Strecke von Donaueschingen nach Weigendorf war gar nicht so schlimm. Zwar war es höllenheiß, aber der Stau fand eher auf der anderen Seite statt. Nachdem wir die Autobahn verließen beschlossen wir erst mal gemeinsam: Hier ist die Welt noch so richtig in Ordnung. Danach verfuhren wir uns aber ein paar Mal bis wir dann endlich Weigendorf, und das dortige Freibad fanden. Und das sah wirklich gut aus. Viele nette Leute, tolle Location, schöne Bühne. Und natürlich sensationelles Wetter, was man nicht zuletzt an der Bekleidung einiger weiblicher Festivalgäste zu sehen bekam. Nach der üblichen Bademeisterrunde (und das im Freibad!!) und einem kleinen Snack ging's auch schon los. Wir spielten als zweite Band des Tages, ziemlich früh, dafür aber ein ganzes Set. Zwischendurch ereichte uns Pfütze samt Begleitung, die freundlicherweise das Merchandising übernahmen. Ja, und dann ging es auch schon los. Mit Schwung versuchten wir das schwitzende und stinkende Publikum aus dem Schatten zu locken. Teilweise mit Erfolg, teilweise auch ohne Erfolg. Aber für die Uhrzeit war es OK. Na ja und nach 90 Minuten hatten wir doch den Grossteil überzeugt und konnten selber schwitzend und stinkend anderen die Bühne überlassen.

Kommen wir ohne Umwege zum Höhepunkt des Abends. Wir erwarteten den Auftritt von Joachim Witt. Ja, genau, der mit dem goldenen Reiter. Bekannt auch durch die Flut. War schon eine Show wie der Kollege in Weigendorf auflief. Riesen-Nightliner, große Crew und einen Bühnenmonitor auf dem er seine Texte ablesen (musste) konnte. Ziemlich abgefahren das ganze, aber der "Jochen" ist "ganz normal" geblieben und ließ sich mit Thomas bereitwillig fotografieren (kommt bestimmt ins Netz). Bei allem Klischees die der Witt so bedient, war die Show doch sehr "spannend". Viel Druck und Super-Musiker. Die Texte und die Stimme muss man ja nicht mögen. Wir hatten Spaß. Doch unser persönliches Highlight waren die Jungs von "Spitfire". Astreiner Ska-Punk aus St. Petersburg und mittlerweile eigentlich bekannt im Lande. Da konnten wir auch noch ein bisschen vor der Bühne hüpfen. Danach waren wir dann irgendwann müde und wollten nach viel zu viel Wodka-Lemon ins Bett. Vielen Dank an dieser Stelle an den Backstage-Manager, der uns mit unserem Bus in Hotel brachte. Ja und da ging der Spaß erst richtig los. Die Show auf dem Balkon war fast so gut, wie der Auftritt von "Spifire". Nur Spitfire war nicht ganz so laut. Was soll man sagen? Die Hitze, der Alkohol...! Da kann es schon mal zu etwas unüberlegten Äußerungen kommen. Mit der Band hatte das ganze nichts zu tun (bei uns soll es vor Jahren ja schon mal zu ähnlichen Szenen gekommen sein), dafür war das heutige Merchandising-Team verantwortlich. Ja, ja manche Frauen sind nah am Wasser gebaut, und man sollte nicht vergessen, das sich auch in einer Pfütze Wasser befindet. Lassen wir das. Am nächsten Morgen waren alle Vermissten wieder da, auch Witt´s Jochen saß gemütlich am Frühstückstisch. Und wir machten uns auf dem Weg um genau 7 Stunden später wieder am Proberaum anzukommen.

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