Story Tour News CD`s Tagebuch Gästebuch Fotoalbum Fanartikel Links Info MP3/Video Kontakt
 
Home/Bandinfo
Tagebuch   Home/Bandinfo
     
    Loshausen

Mit der Enttäuschung vom Vortag im Kopf ging es für uns am Samstag nach Loshausen. Wir hatten am Vortag nicht nur einer der größten Reinfälle überhaupt erlebt, sondern auch unseren eigenen "nach dem Konzert ins Bett geh"-Rekord um Stunden geschlagen. Ziemlich abgedreht, aber Ingo war an diesem Abend noch vor 1.00 Uhr in der Kiste. Wahrscheinlich war auch der Tag in Freiburg Schuld daran, dass wir sämtliche zeitliche Orientierung verloren und dementsprechend früh in Loshausen ankamen. Das war nachmittags so gegen drei, und wir waren fast eher am Ort als der Veranstalter selber. Die drohende Langeweile verbrachten wir mit einem lockeren Kick und ein paar Bierchen, bevor irgendeiner aus der Kapelle auf die absolut kranke Idee kam, einen Spaziergang durch Loshausen zu machen. Das haben wir dann auch getan. Toll. Beim Festival angekommen, hatte sich nix geändert, sodass es dann doch zur großen Langeweile kam. Auf ganz unterschiedliche Weise kämpften wir dagegen an. Bewährte Hilfsmittel sind Blitz-Illu und ein gut aufgepumpter Fußball. Anderen hingegen reicht ein Schweizer Offiziersmesser zum glücklich sein. So verging die Zeit doch fast im Fluge, und als die erste Band spielte wurden wir langsam wieder wach.

Zur kurzen geographischen Orientierung muss hinzugefügt werden, dass Loshausen unweit von Homberg/ Eftze liegt, wo wir noch vor einer Woche gespielt hatten. Außerdem nur 10 km entfernt lag dass bekannte und beliebte Örtchen Schrecksbach, dass nicht zuletzt durch die heimische Musikinitiative bei Lady Godiva einen sehr guten Ruf hat. So erwarteten wir eigentlich ein paar "alte" Bekannte. Doch zuvor ging´s zum Essen in das hiesige "Kegelclub-Paradies" schlechthin. Übrigens hatte der Schlagzeuger an diesem Tag beim "Stäbchen ziehen" verloren und durfte die Transe durch die Gegend fahren. Als gerade die "Schnitzel-Parade" serviert wurde, rief dann die Band "Goddess" an, und fragte den Schlagzeuger ob es möglich sei, über das Lady Godiva-Set zu spielen. Na ja, kein Thema, hätte man vielleicht ein wenig einfacher haben können, wenn man dass im Vorfeld kurz abgeklärt hatte, aber es ging ja gerade noch mal gut. Ein Vorteil war, dass das Set schon aufgebaut auf der Bühne stand. So konnten wir uns die teilweise lästige Aufbauarbeit sparen und hatten Zeit für Pfütze (es geht doch) und Peter mit sympathischem Anhang zu begrüßen. Als Goddess (sehr sympatische Jungs aus dem Allgäu mit denen wir schon in Isny 2001 spielten) sich dem Ende näherte, kramten wir die Sachen hinter die Bühne und begannen aufzubauen. Wie dass so ist bei Festivals hat man nie wirklich Zeit für einen Soundcheck, sodass wir an diesem Abend in Loshausen einen Monitor-Sound-Blindflug beschlossen, weil wir zeitlich sonst gar nicht mehr klargekommen wären. So ging es dann zur Sache und wir waren begeistert von einem bunt gemischten Publikum, dass vom ersten Song an kapierte was man bei einem Lady Godiva Konzert zu tun hat. Wäre hier doch nur ein Veranstalter aus Freiburg dabei gewesen, hätte er gelernt was es heißt eine Party zu machen. Veranstalter, Publikum und Bands hatten gemeinsam einen großen Spaß. Das ist doch gar nicht so schwer. Loshausen macht es vor, und es wurde ein großer Abend für uns. Es wurde alles gegeben was das Zugabenprogramm derzeit hergibt und selbst Pfütze enterte bei "Death is not.." zum x-ten Mal in diesem Jahr die Bühne. Und immer wenn er das tut, war es ein geiles Konzert. Der Schlagzeuger war nüchtern und musste dementsprechend fahren. Daher ging´s ziemlich zügig zurück nach Hause. Das verlief reibungslos. Fast zumindest. Denn in Neheim (für die Insider: zwischen Aral-Tankstelle und MC Donals) an einer Kreuzung verlies Michael mit unbekanntem Ziel das Fahrzeug und ging ein wenig spazieren. An dieser wird das gesehene Erlebnis kurz medizinisch erklärt:
Schlafwandeln oder Somnambulismus ist ein Zustand veränderter Bewusstseinslage, in dem Phänomene von Schlaf und Wachsein kombiniert sind. Während des Schlafwandelns verlässt der Patient den Ford Transit, meist während des ersten Drittels des Nachtschlafs, geht umher und zeigt eine niedrige Schwelle des Bewusstseins, der Reaktivität und motorischer Fertigkeiten. Schlafwandler verlassen manchmal ihr Schlafzimmer und zeitweilig auch das Haus (einige wenige sogar das Auto). Sie sind dabei einem beträchtlichen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Meist kehren sie jedoch ruhig zu ihrem Bett zurück, ohne Hilfe oder von einer anderen Person geführt. Nach dem Erwachen oder am nächsten Morgen besteht meist keine Erinnerung an das Schlafwandeln mehr.
Genauso wird´s gewesen sein. Alkohol war nicht im Spiel. Zumindest nicht in unüblich hoher Dosierung.

Neheim, Marktplatz

Nach einem stressigen Wochenende feierten wir unseren Abschluss in heimischer Umgebung auf dem Marktplatz in Neheim. Hier stand natürlich alles im Zeichen des Endspieles. Auch wir versammelten uns gemeinsam im Wohnzimmer des Schlagzeugers um uns anzuschauen wie unsere Elf mit Anstand verlor. Danach war´s überall eine sehr merkwürdige Stimmung. Vor allem vor unserer Bühne versammelten sich einige interessante Typen, die gezeichnet von Alkohol, Hitze und verlorenem Endspiel, reichlich komisch drauf waren. Zugegeben, auch wir waren nach 2 stressigen Tagen auf der Autobahn auch nicht mehr ganz so fit. Aber wir hatten ziemlich viel Zeit für Aufbau und Soundcheck, auch wenn wir hin und wieder durch ziemlich unsinnige Ansagen von offizieller Seite gestört wurden. Machen wir es kurz: Ein für einen Sonntagnachmittag gelungenes Konzert vor heimischer Kulisse, in der sich natürlich viele Freunde und Bekannte versteckten, die uns seit langer Zeit mal wieder Live sahen. Und dafür hat es sich wirklich gelohnt.

weiter | zurück