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    Homberg/ Eftze, Burgbergfestival

Schon wieder ein Festival auf einer Burg bzw. auf einer Schlossruine. Scheint ja schon fast in Mode zu kommen. Auch Kentop rödelte in diesen Tagen wieder auf dem Arnsberger Schlossberg rum um das dortige Festival zu organisieren. Also ohne Kentop und ohne 3 andere Musikanten setzte sich der Bus in Bewegung. Knapp 3 Stunden später trafen sich dann alle pünktlich am Fuße des Schlossberges von Homberg/ Eftze wieder. Zwischenzeitlich war Deutschlands Traumelf mit einer Menge Glück eine ganze Runde weiter gekommen. Apropos Homberg/ Eftze: Der Herr Rünker konnte doch mit erstaunlichen Details zu diesem beschaulichem Ort aufwarten. 3 Monate harte Grundausbildung für´s Vaterland hatten sich ausgezahlt. Leider war der Herrenausstatter bei dem sich Thomas Anfang der 90´ger ein Flanellhemd gekauft hatte offensichtlich inzwischen Pleite gegangen. Trotzdem war Thomas ganz ergriffen, seine alte "Heimat" wiederzusehen. Genug der Sentimentalität.

Wir erklommen mit einem Shuttlebus den Berg und trafen auf eine beeindruckende Kulisse. Dort stand eine ziemliche riesige Bühne mit einer Menge Platz für wilde Tanzeinlagen davor. Na hier ging doch einiges. Der Veranstalter war nett und (was viel wichtiger ist) äußerst kompetent um alle Musikerwünsche spontan zu erfüllen. Diese beschränken sich kurz nach der Ankunft zumeist auf Kaltgetränke und sanitäre Anlagen. Nachdem das schon mal erledigt war, hatten wir eigentlich ausreichend Zeit um die Anlage aufzubauen und einen ausgiebigen Soundcheck zu machen. Aber aus irgendwelchen Gründen war es dann wieder einmal knapp. Pünktlich (letztendlich klappt´s halt doch immer wieder) um 20.00 Uhr standen wir vor einer stolzen Anzahl von Zuhörern und begannen bei bestem Wetter mit unserem "Folklore-Programm". Nach der ersten Abschreckungsphase (nein, wir machen keine Irische Folklore und wir spielen auch nicht "Dirty Old Town") kamen dann die Leute auch dahinter was es mit dem "Punk" bei unserer Musik so auf sich hat. Der erste Set war gut. Der zweite war aber besser. Lag wohl an dem hervorragendem Catering in der Pause, die von den offiziellen der Stadt Homberg dazu genutzt wurde ein Burgfräulein zu küren. Außerdem wurde es dunkel, das Guiness schmeckte den Leuten von Glas zu Glas besser und wir brachten die Burg so richtig schön in Wallung. Was will man mehr? Ein schöner und erfolgreicher Abend in Homberg/ Eftze. Für die drei getrennt fahrenden Musikanten (Carlo, danke fürs Auto) ging´s schnell wieder in der Heimat zurück. Der Rest verbrachte die Nacht am Lagerfeuer, schloss Bekanntschaft mit einheimischen "Burgfräuleins" und Michael soll angeblich "Nothing else matters" von Metallica GESUNGEN haben. Ja, dann war´s wohl richtig gelungen.

Und das sagt der Veranstalter:

Sommer, Sonne, nette Menschen und beste Stimmung: Das 22. Burgbergfestival war ein voller Erfolg! Als sich Freitagnachmittag die letzten Gewitterwolken verzogen hatten und der Himmel langsam blau wurde, stieg die Stimmung im FestivalTeam. Als dann immer mehr Menschen auf den Berg kamen, um zusammen mit Lady Godiva eine rauschende IrishNight zu feiern, waren wir sicher: das 22. Burgbergfestival wird ein ganz besonderer Event.

Und auch wenn das Guinness schneller alle war als erwartet - die IrishNight erfüllte alle Erwartungen und Lady Godiva eroberte mit der absolut mitreißenden Mischung aus Folk und Rock die Herzen der vielen Besucher und verwandelten den Burgberg in einen brodelnden Pub.

Freiburg, Zeltfunke

Es war einer der Höhepunkte unserer bescheidenen Kariere. Lady Godiva durfte beim weltbekannten und mit Weltstars nur so strotzenden Freiburger Zeltfunke spielen. Dementsprechend setzten wir alles was möglich war in Bewegung um pünktlich nach Freiburg zu kommen. Das bedeutete: Urlaub nehmen (jau, wir gehen nebenbei ein bisschen arbeiten), die Hausarbeit einfach mal liegen und das Studium eine unlukrative Nebenbeschäftigung sein lassen. Wir wollten nach Freiburg. Leider konnten wir mit unserem Bandbus den Soundchecktermin nicht ganz erreichen, da dieser um 17.00 Uhr anberaumt war und auch nach zähen Verhandlungen nicht nach hinten verschoben werden konnte. Grund: Die Techniker haben ihre (tariflich vereinbarte) Pause. Kein Witz, kurz vor Beginn des Festivals legen sich die Jungs offensichtlich noch mal ne´Runde auf´s Ohr. Egal, wir wollten nach Freiburg. Also mieteten wir uns für teures Geld ein Nutzfahrzeug der Marke Ford und rasten wie doof in den Süden. Das war alles gut und schön und klappte auch hervorragend. Ok, vielleicht hätte uns der Veranstalter sagen sollen, das er nun doch die Schlüssel unserer Herberge abgeholt hatte. So standen wir ein bisschen verwirrt in irgendeinem Freiburger Vorort und wunderten uns ein wenig. Ein Vorteil hatte das ganze aber doch, denn nun kannten wir den Weg zum "Goldenen Löwen", was für den weiteren Verlauf des Abends nicht ganz unwichtig war.

Schon von weitem sahen wir es. Das Festival! Uns verschlug es die Sprache. Wir auf so einem riesigen Festival. Hut ab. Nun gut, wir standen dann doch ziemlich lange auf einem Parkplatz in der Ecke rum, bevor sich endlich jemand erbarmte um uns mal halbwegs den Weg zu unserer Bühne zu erklären. Na gut, bei so einer Anzahl von Weltstars und vielen wichtigen persönlichen Bandbetreuern (alle übrigens mit tollen glänzenden Ausweisen mit Passfoto ausgestattet) kann es ja schon mal zu kleinen internen Missverständnissen kommen. Doch das war uns egal, denn wir wollten (und das stimmt wirklich) wie immer nur unseren Spaß haben, ein paar Leute von unserer Musik begeistern und vielleicht 1-2 CD´s verkaufen um halbwegs die Transit-Kosten wieder reinzuholen. Wir kamen dann auch irgendwann im Zelt an. Das war ehrlich beeindruckend und lies auf eine gute Party hoffen. Leider hatten die Techniker noch Pause, dafür konnte sich der Veranstalter schon mal mit ein paar Getränken beliebt machen. So dachten wir zumindest. Ganz davon ab, dass wir bei dem ganzen Festival bis heute nicht wissen wer da eigentlich der Veranstalter war, machten wir Bekanntschaft mit dem guten Mann der für die Verteilung von Getränkemarken verantwortlich war. Abgezählt, jeder nur 4 Marken. Bei der Frage nach ein wenig Verpflegung auf der Bühne verwies uns der Gute auf irgendwelche "Standard-Vereinbarungen" und auf unseren Alkoholkonsum. Ja, ja, Vertrag kommt von VERTRAGEN. Mann darf nicht denken, das wir grundsätzlich ein Problem mit einer Wertmarkenlösung haben, auch lassen wir es uns gerne gefallen wenn man uns vorwirft das wir auf der Bühne ein Bierchen trinken. Aber bitte, von so arroganten Möchtegernmanagern die in keinster Weise den Aufwand und die Mühen dieser Band zu schätzen wissen lassen wir uns das nicht sagen. Gegessen hätten wir auch gerne eine Kleinigkeit und bei einigen Festivals kommt es vor, dass man einen Shuttle-Service hat. Leider nicht in Freiburg. Dort parkten 10 noble Festival-SLK´s von 10 arroganten (Getränkemarken verteilenden) Schleimern auf dem Gelände und warteten auf die Superstars des Festivals (welche es in der Tat auch gab). Nach viel Verhandlungen über Getränke, Essen, Spielzeit und Bla, Bla durften wir dann auch spielen. Viel Leute zog es nicht in unser Zelt. Die Gäste die da waren, fanden uns wohl ganz gut und waren auf unserer Seite. Da wir aber irgendwann zu laut waren und sich einige Herren vom Sozialen Club aus Cuba (spielte im Hauptzelt) bzw. von einer anderen uns nicht bekannten Band über den Klang der Snare-Drum in Verbindung mit elektrisch verstärkten Gitarren aufregte, brach man unser Konzert ab. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Nach 45 Minuten drehen die uns den Strom ab, weil es irgendeinem Knilch zu laut ist. Warum hat man uns geholt?. Das wir kein akkustisches Folklore-Duo mit Dudelsack (auch der kann ziemlich laut sein) und Bodrahn sind, sollte man dann spätestens bei Vertragsabschluss gemerkt haben. Dem Publikum im Zelt war es genauso unverständlich wie uns. Man jubelte uns zu (war es Sympathie oder gar Mitleid?). Wir danktem dem Publikum (für ihr Sympathie oder das Mitleid) und alle zusammen zeigten wir dem Freiburger Zeltfunken und seinen sympathischen Mitarbeitern den Mittelfinger. Ein Tag im Leben dieser Band, der so überflüssig war wie der Sack vom Papst. Doch halt; lernen tut man immer daraus, so auch dieses Mal (die Größe eines Festivals entscheidet niemals über dessen Qualität, sondern ausschließlich die Leute vor und hinter der Bühne), und auch das Zeltfunke wird gemerkt haben, das wir irgendwie immer an unser "Bühnenbier" kommen. In diesem Sinne, vielen Dank für die Referenz.

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