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    Minden, Stadtfest

So, Feuer frei für die Open-Air Saison 2002. Erste Station war das Stadtfest von Minden. Nach Minden ging es mit Ballo am Steuer ca. 2 Stunden lang über eine vielbefahrene A2. klick zum VergrössernEin bißchen Stau und einige ärgerliche LKW-Fahrer waren die einzigen Vorkomnisse an diesem Freitag-Nachmittag. So kamen wir dann relativ zeitig in der Mindener City an und parkten den "Blauen" vor "unserer" Bühne. Wir hatten also noch genügend Zeit uns zum einen um die auf der Bühne dargebotene internationale Folklore zu kümmern (türkischer Bauchtanz und griechische Bouzuki-Klänge) und die aus diesen Ländern kommenden Spezialitäten zu testen. Daher stanken wir auch alle ein wenig nach Zaztiki als wir hinter der Bühne unsere Klamotten aufbauten. Die Toilettensituation war alles andere als gut, sodass ein kleiner Hinterhof herhalten musste. Sorry , aber was sollten wir tun? Wie es bei solcher Art von Stadtfesten nun mal der Fall ist, war die Organistion zwar sehr liebevoll aber leider auch nicht ganz zu vergleichen mit "alteingesessenen" Festival-Organistoren. Vor allem die Technik war noch gar nicht aufgebaut, und das Publikum hat kein Verstädniss für einen Soundcheck der länger als 10 Minuten dauert. Das alte Spiel; wir sind 7 Leute mit allerhand Instrumenten die gecheckt werden wollen. klick zum VergrössernNa ja, es dauerte auch uns natürlich zu lange. Aber dies sind alles Dinge die wir (leider, leider) nicht beeinflussen können. Trotzdem hatten wir "Backstage" eine ziemliche Krise weil auch der Monitor-Sound grottenschlecht war. Egal, raus und spielen und versuchen die Leute umzublasen. Hat zwar gedauert, da wahrscheinlich die Vielzahl der "Laufkundschaft" (das alte Elend bei Stadtfesten) wieder einmal Irische-Folklore erwartete, aber nach kurzer Pause wurde es alles entspannter und noch fast richtig gut. Zumindest war es ein gelungener Warm-up-Gig für unser Festival-Programm.

Der Rest war wie immer. Wir vernichteten überflüssige Getränkemarken, räumten den Bus ein und suchten uns einen Platz zum pennen. Die Rückfahrt dauerte lange, wir waren platt und erledigt und vermutlich haben wir nach Schweiß und Zaziki gestunken. Ja, ja, das ist Rock´n Roll.

Plettenberg, Festival

So jetzt ging´s aber richtig los. Mit einer Menge Vorfreude fuhren wir mit einem neuen "Fahrerteam" nach Plettenberg zum ersten richtigen Festival der Saison. Plettenberg liegt nur knapp 40 KM von Arnsberg entfernt, daher war die Fahrt entsprechend kurz, dafür aber sehr kurvig (Sauerland halt) und landschaftlich reizvoll. klick zum VergrössernAls wir am Festivalgelände ankamen, waren wir das erste Mal platt. Durchaus mehrere hundert ziemlich abgefahrene Leute tummelten sich auf einer zum Zeltplatz umgewandelten Kuhwiese. Wir wurden freundlich empfangen, der Bus bekam einen schönen Parkplatz und wir waren begeistert. Ein Festival von Musikern für Musiker; entspannte Partyatmosphäre und eine super-geniale Location. Ein altes (aber noch intaktes) Sägewerk diente als Festivalgelände und unter der "Scheune" war die Bühne. Wir machten die erste "Bademeisterrunde" des Jahres und sahen uns dann "die Juhnkes" an. Diese Band machte richtig Party. Geniale Coverversionen und Partymusik vom feinsten. Nach den Juhnkes kam noch eine Band und gegen 23.00 Uhr waren wir dran. Erträgliche Aufbauzeitt, Super-Monitorsound und schon beim Soundcheck gute Stimmung im Publikum. So ging´s dann auch munter los. Es rockte. Das war wieder mal so ein Konzert, das man nahtlos in die Lady Godiva "Top-Ten" einreihen kann. Großer Spaß auf der Bühne, vor der Bühne, neben der Bühne. klick zum VergrössernUnd wir waren auch nie alleine, da wir hin und wieder Besuch von den (Nord-) irischen Mitmuskern bekamen, bzw. von Punks, die sich fast unentdeckt an unserer Bühnenkiste zu schaffen machten. So ging´s daher. Irgendwann sahen wir aber auch die nachlassende Kondition des Publikums, und nach wirklich fast 2 Stunden Dauer-Druck war es dann schnell vorbei. Zumindest mit Lady Godiva, denn nach uns gab es noch eine spontane "Allstars-Jamsession". Ein bunter Mix aus fast allen Bands des Abends spielte Beatles-Lieder. Absolut genial. Ein großes Dankeschön an die Veranstalter; das war vom feinsten. Die Rückreise war dann auch entsprechend "stimmungsvoll". Nur Michael war schon wieder müde, und damit er nicht vom Sitz rutschte, missbrauchten wir das gute alte "Gaffa-Tape" und schnallten unseren Gitarristen an den Rücksitz. Weiter Fotos findet ihr im Fotoalbum.

Eisenach, Moonwalk

Früh los gings zum Moonwalk nach Eisenach. Der Grund liegt auf der Hand: Deutschland - Saudi-Arabien. Ja, es ist endlich Fussball-WM und statt abends beim Grillerchen und gutem Veltins vor dem Fernseher zu sitzen, hängen wir im Tour-Bus rum und versuchen verzweifelt den von Thomas organisierten Camping-Fernseher ans Laufen zu bringen. Mit ziemlich wenig Erfolg übrigends. Da aber das "Event-Management" endlich wiedereinmal aktiv wurde, saßen wir dann pünktlich zum Anstoß um 13.30 im Stadtkrug in Warburg. Wieso und warum das alles so locker und reibungslos ablief bleibt das Geheimnis vom Event-Manager. Ja, was soll man sagen: Deutschland wird Weltmeister. Mal eben 8 Buden versenkt gegen die Ölscheichs. Da es nicht so spannend war, hatten wir etwas Zeit, uns in die Warburger Kneipenszene zu arbeiten. Dabei trafen wir auf einen echten Knaller. Läuft zum Ende des Spiels stinkbesoffen ein und pöbelt erst mal eine Runde die Bedienung an. Außerdem lies er an dem Spiel kein gutes Haar und stellte plötzlich erstaunt fest "Der Ball ist rund; SAURUND". Alles klar Kollege, nach 2 Flaschen Grappa wird man schon mal etwas komisch. Wir haben ein Foto gemacht, vielleicht erkennt sich ja jemand wieder. Also weiter nach Eisenach. Wie immer eine elendige Gurkerei, gut das Fütze das gite KÖPI ausgab, so wurde es nicht ganz so langweilig. In Eisenach kannten wir uns erstaunlich gut aus und fanedn sofort den noch vom letzten Mal in guter Erinnerung gebliebenen Pub wieder. Was folgte war die übliche Routine. Aufbau, Soundcheck, Essen, Trinken und sich an die üblichen Moonwalk-Festival Spielregeln halten. Das hieß Anstoss um Punkt 20.00 Uhr, und dann 40 Minuten über die Flügel Druck machen. Dann wieder 20 Minuten Pause und jede volle Stunde weiterspielen bis nichts mehr geht. Es war voll bei uns, und wir durften einige bekannte Gesichter begrüßen. Sogar aus Bayern folgte man uns und natürlich durfte Peter auch nicht fehlen. So wurde es ein überzeugend lustiger Abend. Vor allem unser 3. und 4. Set waren genial und wir bauten an diesem Abend schon wieder 2 neue Songs in unseren Ablauf ein. Unser "China-Song" scheint ein neuer Hit zu werden...

Zum Schluss kam dann der übliche "Best of Lady Godiva-Set" bzw." Scheisse mein Rücken tut weh-Set" (Hier vor allem für Akkordeon-Spieler und Drummer) mit einigen schönen Zugaben (wir sollten Zugaben auch mal Proben) und dann war´s das auch schon wieder. Wunderbar, wir hoffen wir haben die Wirtin nicht enttäuscht und dürfen nochmal als "Wunschband" wiederkommen. Nachdem wir noch ein Paar Guinness testeten und Fütze endgültig keinen Erfolg mehr bei den Eisenacher Damen hatte, beschlossen wir ins Hotel zu laufen. Dort gab´s ein paar Probleme mit der Bettenbelegung und einige verschwanden noch zur After-Show-Party. Am nächetn Morgen waren aber alle wieder überraschend Fit und nach einem leckerem Frühstück gings wieder in die Heimat. Auch auf dem Rückweg konnte man vom Spiel Schweden - England nicht wirklich viel sehen. Egal, dafür wird Deutschland Weltmeister.

Hessen, Castle-Rock

Ja, ja wir haben schon viel erlebt. Aber Hessen war mal wieder was ganz besonderes. Fing aber alles ganz harmlos an. Wir gerieten zwar schon in Neheim in ein Schulfest und hatten schon den ersten kleinen Streit mit dem Elternpflegschaftsvorsitzenden der Grundschule, als dieser unseren Bus nicht unter dem tollen Strassenschmuck durchfahren lies. Aber sonst ging alles relativ easy daher. So kamen wir dann nach 4 Stunden Langeweile in einem heißen Bus in Hessen an. Gut zu wissen, das sich unser Gig um eine Stunde nach hinten verschoben hatte. So hatten wir noch genügend Zeit um unsere Backline aus dem Bus und hinter die Bühne zu laden. So richtig voll war es eigentlich auch nicht. Nachdem wir nach langem Warten endlich unsere Backstage-Karten hatten machten wir uns auf die Suche nach dem ominösen Ort namens Backstage. Wir wurden fündig, Backstage war der Ort wo Salami-Brötchen in großen Kartons lagerten und das Dosen-Bier in magenfreundlicher Temperatur auf seinen Verzehr wartete. Wir taten "ihm" diesem Gefallen und sahen uns die erste Band des Abends an bzw. hingen im Bus herum. Danach durften wir ran. Die erste halbe Stunde wurde wie immer damit verbracht sich kennenzulernen. Nachdem das Publikum uns wohlgesonnen war und sich auch nicht mehr durch unsere Achselnässe vom tanzen abhalten lies, wurde es ein schöner Festival-Gig. Wie es sein soll, Spaß davor, darauf und dahinter (der Bühne natürlich). Auch Kentop war zufrieden, was auf die rege Nachfrage am Merchandise zurückzuführen war. Danach erlebten wir getrennt voneinander noch diverse kleine Abenteuer an Fressbuden und in Interviews mit diversen Lokalzeitungen. Nicht besonderes halt. Auch die Emil Bulls konnten uns nicht wirklich vom Stuhl reißen (dafür liegt unser Musikgeschmack doch zu weit entfernt voneinander). Doch all diese wurde dann getoppt als wir klein und bescheiden nach unseren Schlüsseln für unsere Unterkunft fragten. Wollen wir dieses Tagebuch mal nicht dazu nutzen irgendwas und irgendwen schlecht zu machen. Nur wie schon oben erwähnt, wir haben schon einiges erlebt... Also, wir schliefen nach viel Hektik und noch vielmehr Aufregung in der Turnhalle des wunderschönen Örtchens Hessen. Als Bett diente die gute alte (und in diesem Fall von Fußkäse zerfressene) Gummiturnmatte und als "Zudecke" gab es diese tollen THW-Decken. Nicht besonders flauschig, dafür aber sehr warm. So machten wir es uns in der Sporthalle bequem, zwischen Turnstange, Lehrerumkleide und Mädchendusche. Natürlich konnte keiner von uns wirklich schlafen. Gut das da ein paar Bälle in der Ecke lagen. Man kann sich vorstellen, was da noch abging... ganz großer Fußballsport. Also wir schliefen in dieser Nacht genauso gut, wie das Festival organisiert wurde. Aber am Morgen danach sieht die Sache immer anders aus. Wir wurden von sehr netten Damen zum Frühstück eingeladen und nachdem wir die Toilette der Feuerwehr Hessen benutzen durften, war schon wieder fast alles in Ordnung. Wir sind nicht nachtragend, hatten einen wunderbaren Auftritt auf einem wirklich sehr schönen Festival und würden in der Tat sehr gerne wiederkommen (wenn's geht dann aber mit "Bett"). Dann durften wir morgends noch den "Blauen" aus dem Sumpf ziehen und fünf Stunden die Autofahrer der A2 nerven. Abgesehen von einer "allgemeinen Verkehrskontrolle" und einem kleinen Busgeld passierte auch nicht mehr viel. Zuhause ging's dann erst mal auf die eigene Matratze um die Defizite der Vornacht irgendwie wieder reinzuholen. Deutschland wird Weltmeister. Finalsieg 2-1 gegen England.

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