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    09.03.02 Bad Salzungen

Wieder ging's gen Osten. Wieder mal das alte Spiel mit vollgepacktem Bus über Stock und Stein über die alte Grenze an der Wartburg vorbei, durch ein überfülltes und ein Sonnenwendfest feierndes Eisenach. Da die Straßen Eisenachs wegen eben dieser Party komplett gesperrt waren, mussten wir einen abenteuerlichen Umweg fahren, und irgendwie gurkten wir noch eine ganze Stunde durch die (zugegeben sehr schöne) Gegend rund um Bad Salzungen. Als wir am Kallewerk ankamen war es dunkel, die Bundesliga hatte gespielt und wir waren das erste Mal platt. Das zweite Mal folgte dann, als wir das Kallewerk betraten. Ganz schön groß war´s da. Respekt, genialer Raum zum Party machen. Das übliche rumpeln fing an. Bus ausladen, Aufbau auf der Bühne, warten auf das Startzeichen der Technik. Der Soundcheck war ziemlich übel, wir hofften also auf viel Dämmmaterial in Form von trink- und tanzfreudigen Thüringern. Doch als wir nach unserem Jägerschnitzel durch die Tür unseres Backstageraumes blickten, war noch nicht wirklich viel los. Das motiviert natürlich nicht gerade, und als unser Intro lief, waren dann so um die 80 Leute im Saal verteilt, die es nun zu überzeugen galt. Leider war der Sound vor allem auf der Bühne immer noch nicht so prall, aber dem Mischer ist kein Vorwurf zu machen, der war schon OK. Ist mit Sicherheit nicht ganz so einfach so eine Horde wie uns mal eben zu mischen. Die Leute hatten sich inzwischen ein wenig locker gemacht und versammelten sich langsam aber sicher vor der Bühne. Ab Mitte des Sets ging's dann auch für uns locker daher und es wurde ein durchaus schöner Abend. Natürlich haben wir schon bessere Konzerte gespielt, und natürlich war das Kallewerk an diesem Abend vielleicht eine Nummer zu groß für uns, aber wenn es den Leuten gefallen hat die da waren, sind doch alle glücklich. Und wir denken, das es den Leuten gefallen hat, denn gegangen ist keiner und wenn das Publikum "Kensington" schreit, dann hat die Band zumindest schon ein paar Zugaben gespielt. So, nach Kensington verzogen wir uns dann hinter die Bühne und widmeten uns dem guten alten Becks in Dosen, entwarfen durchaus witzige Türaufkleber (Tipp: Kallewerk, Bad Salzungen, Rückseite der Bühnentür, toller Aufkleber, einfach mal anrufen und Termin klarmachen. Wir wurden dann irgendwann vom Veranstalter mit unserem Bus nach Hause bzw. ins Hotel gefahren. Dort ging es noch ein paar Minuten auf dem Gang rund. Michael regte sich lautstark und mit seiner unerreichten Gestik über die sauschlechte Übersetzung von Futurama auf. Kollege Rünker gab mit seinem Dosenbierkonsum an, und riss aus Versehen auch noch den Gag des Jahres. Leider wieder mal auf Kosten von Randgruppen, in diesem Fall von Akkordeonspielern. Na ja, so kennt man ihn. Nach kurzem aber heftigen Verhandlungen mit dem Hoteleigentümer über die saftigen Preise (tolles Wortspiel, denn die wollten sensationelle 8€ für 2 Flaschen O-Saft haben, die im Penny-Markt nebenan 0,69 E kostete) ging's dann wieder Richtung Heimat. Mittlerweile kennen wir hier jeden Parkplatz. So auch den kurz hinter Kassel. Aber noch nie hatten wir so ein Glück eine attraktive junge Dame beim verrichten des "großes" Geschäftes zu verrichten. Wir hatten Logenplätze und die arme Omi konnte noch nichtmals in Ruhe abputzen. Das sind wohl die Momente wo man am liebsten Sterben möchte. Also, bis die Tage, denn beim Moonwalk im Juni in Eisenach sind wir wieder dabei. Bis dahin fleißig den Stuntman kaufen.

16.03.02 Sendenhorst

Tätä. Jubiläum in Sendenhorst - 5 Jahre Lady Godiva in unserem "Wohnzimmer" in der wunderschönen Titanic. Auch in diesem Jahr war es wieder schön, das Catering ausnehmend gut und der Service vom allerfeinsten. Seit 5 Jahren kommen wir nun immer wieder gerne zurück und das gute an der Titanic ist, das wir hier nun mittlerweile fast jeden kennen. Die Engel aus Münster, die Daltons und die Gäste aus der Heimat, alle waren auch dieses Mal wieder da. Über das Konzert gibt´s nicht so viel zu erzählen. Hat wohl ziemlich geknallt, obwohl unsere Seitenfraktion (in diesem Fall alles was mehr als 4 Seiten hat) schon den ganzen Tag ein wenig neben der Spur war. Muss wohl an dem jeweils sehr erfolgreich verlebten Vorabend gelegen haben. Von einigen interessanten Gitarrenvariationen abgesehen, ging es aber gut ab. Und so spielten wir seit langem mal wieder Tequila und "The death is..." und tranken nach dem Gig noch 2-5 Bierchen mit den Gästen. Wir danken ganz besonders natürlich dem sensationellen Busfahrer Marc für seine spontane Hilfe. Auch wenn Münster nicht ganz auf dem Heimweg liegt, kamen wir ja doch noch zuhause an. Der Rest vom Samstag ist irgendwo im Nebel verschwunden. Na gut, wir hatten schließlich ein Jubiläum zu feiern.

23.03.02 Schwabach

Altobelli, was für ein Wochenende. Am Donnerstag durften wir neben dem Geburtstag von Andreas auch auf 8 Jahre dieser Band anstoßen. Ihr erinnert euch? Red letter day ist und war der 21. März. Freitag stürmten wir diverse romantische Rendevous und feierten dann im Werk 2 den Geburtstag des Managers. Und am Samstag ging´s dann mit neuem Gefährt Richtung Bayern, oder besser, Richtung Franken. Dort (in Schwabach) fand ein lustiges Kneipenfestival statt, daher hatten wir die Autos so voll gepackt (eigene PA), das Michael nur noch im Kindersitz Platz fand. Er machte aber das Beste raus. Gut nach 5 Stunden Fahrt auf einer der schönsten Autobahnen des Landes kamen wir dann Dank einer exakten Streckenbeschreibung des Co-Piloten ("immer geradeaus") in Schwabach an. Als es dann dummerweise irgendwann nicht mehr geradeaus, schockte dies vor allem den Fahrer des "neuen" Bandfahrzeuges "Roy" Rünker so sehr, das er ständig den Rückwärtsgang mit der Hupe verwechselte. Somit sorgten wir in diesem beschaulichen Örtchen schon das erste Mal für großes Aufsehen. Zur Information. Wir spielten im Gasthof "Goldenen Stern". Was stellt man sich denn so unter diesem Namen vor? Einen echten Rockschuppen mit großer Bühne und beschmierten Wänden oder einen feinen Etepetete- (aber so was von...) Laden in dem einen am Eingang die Fische aus dem Aquarium angucken, die man dann später auf dem Teller wiederfindet? Richtig, der Rockschuppen war´s nicht. Es war der Gesellschaftsraum des besten Speiselokales für Karpfen im ganzen Frankenland., den wir mit Irischer Volksmusik beschallen durften. Könnt ihr euch unsere begeisterten Gesichter vorstellen? Schön geschmückt war es ja, und das Besteck lag auch sehr ordentlich auf den akkurat zusammen gestellten Tischen. Also, was tun? Der Wirt ließ sich auf keine Diskussion ein: "Die Tische müssen bleiben, wo sollen wir sonst das Essen servieren?". Kurz und gut. Wir bastelten uns selber eine Ecke frei, bauten die Anlage auf und schockten mit unserem Soundcheck wahrscheinlich alle Anwesenden.

Das Essen war lecker. Es gab zwar keine Karpfen , dafür ein Allgäuer Schnitzel mit Salat und Kartoffeln. Auf der Toilette lief Bayern 3 und um Punkt 20.00 Uhr fingen wir mit dem ersten Set an. Was soll man sagen. Es waren Leute da, und die hielten sich gar nicht die Ohren zu, sondern denen schien es zu gefallen. Nach 45 Minuten (also dem ersten Set) mit leicht angezogener Handbremse waren wir hocherfreut. Alle noch da, alle begeistert und die meisten blieben bei uns, sodass wir im zweitem Teil die Handbremse lösten und richtig draufhauten. Ja, das machte doch Freude. Unser "Kameramann" Bill tanzte mit seinem Kollegen vor der (nun ja) Bühne. Und im dritten Teil waren wir uns einig: Das ganze macht ja richtig Spaß. So kann man sich täuschen. Wir hatten also unser Ziel erreicht und der goldenen Krone einen kleinen Zacken rausgebrochen - quasi Folk-Punk meets gutbürgerliche Bayrische Küche. Nach dem letzten "Best of.."-Teil waren wir dann auch platt. 5 Stunden waren hart, aber wie schon so oft erwähnt, was machen eigentlich diese ganzen "Top?" Wahrscheinlich nicht rauchen, trinken und bei Burger King frühstücken. Gegen 2.00 wurden wir quasi rausgeworfen, packten unseren Krempel lieblos in den Bus und verzogen uns in unsere Ferienwohnung. Auf dem Weg dahin lehnte Ingo ein lukratives 180 €-Angebot ab und tauchte nicht im wunderschönen Brunnen, der da so vor dem Rathaus rumstand. In unserem Domizil angekommen war der eine Teil solide, der andere Teil hatte das Tagesziel aber noch nicht ganz erreicht, sodass das Cest´la Vie von Schwabach noch herhalten musste. Der nächste Morgen war wie immer: Gegen 10.00 raus, Bus holen, nächste Tanke ein Gatorade Grapefruit erwerben, 100 km fahren und dann bei Burger King frühstücken. Irgendwann waren wir wieder in Preußen und eines der kuriosesten Konzerte lag hinter uns. Wie würde der Master sagen": Altobelli" - was für ein Wochenende (aber es wurde ja im Proberaum angesprochen...).

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