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    12.01.02 Schuhfabrik Ahlen

So, das war der erste Gig im neuen Jahr. Das ganze fand in Ahlen statt. Genauer gesagt in der wohlbekannten Schuhfabrik. Bislang war es uns aber trotz vieler Versuche noch nicht vergönnt gewesen in diesem Laden zu spielen. Weit hatten wir es nicht, und ACHTUNG – der Bus hat TÜV und wird uns trotz Fahrermangel wohl noch ein paar Tage lang begleiten. Ist ja nicht das schlechteste, trotzdem könnte er doch manchmal 20 KM/h schneller fahren. Na ja, der Kultfaktor macht´s dann wohl wieder wett. Und zur Feier des Tages war der Bus auch vollgeladen. Unglaublich aber wahr, der Familie Pfützner wagte die Reise ins Sauerland und startete uns einen Besuch ab. Da war ein Ehrenplatz auf der letzten Bank natürlich fest gebucht, außerdem hatte Pfütze ja die leckere Goldkrone im Gepäck, das ließ einiges für die Rückfahrt erwarten. Zunächst ging´s aber ohne den Chef durch das Umleitungswirrwarr von Ahlen. Zu spät kamen wir an und trafen dann irgendwann auf eine von Außen unscheinbare und von innen geniale Location. Und im Backstageraum auf Green Blade Rising, die mit uns am Start waren. Die Jungs hatten den Backstageraum bereits in einen süßlich orientalischen Duft gehüllt, und irgendwie erinnerte uns dieser Duft an „alte Zeiten“ mit dem Nubischen Hochzeitsorchester in Bayern. Wir machten Soundcheck, schraubten auf der Bühne rum, räumten ein paar technische Missverständnisse aus der Welt, tranken ein Bierchen, räumten wieder ein paar technische Missverständnisse aus der Welt und hatten anschließend Spaß mit den Kollegen von Green Blade Rising. Gute Mischung, stark geprägt von New Model Army und Levellers und nichts zuletzt deshalb sehr beliebt bei uns. Leider war´s mit dem Publikum auch dieses Mal so eine Geschichte. Nicht wirklich voll, und zunächst alles etwas laff. Da war Andreas gefordert, und der zauberte an diesem Abend so manche Story aus der Kapuze, die selbst wir in dieser Form noch nicht kannten. OK, Highlight war die fast musicalhafte Ansage von „Black Glory“. Kann man nicht erzählen, muss man gehört haben. Jau, Spaß hatten wir wieder, und das Publikum auch. War wie ein kleines Familienfest; immer locker weg mit vielen versteckten Comedy-Einlagen. Da hat sich der Besuch der Schuhfabrik (zumindest für uns) allemal gelohnt. Und wir verabschieden uns jetzt erst mal für ein paar Wochen in eine kreative Pause. Außerdem hat Kentop in den nächsten Tagen noch einen kleinen Umtrunk vorbereitet und das traditionelle Karnevalsgastspiel der Band in Kölle wollen wir uns natürlich auch nicht nehmen lassen. In der Zwischenzeit könnt Ihr Euch aber mit unserer Single trösten ( es hat tatsächlich geklappt!!!) und/ oder euch auf ne´ Menge schöner Konzerte freuen. Ab März geht´s zur Sache. Immer Mal wieder die Tourdaten checken. Helau.

22.02.02 Naumburg

Knapp aber pünktlich gings mit dem Ersatz-Bock in den liebgewonnen Osten des Landes. 2 Tage Dauerfeuer in alternativen Tanzlokalen lagen vor uns. Auf dem Weg nach Naumburg freuten wir uns auf die Mädchenband die vor uns spielen sollte und waren begeistert von den Sangeskünsten des Herrn Asmussen. Weniger begeistert waren wir von der Sehstärke des Herrn Tin-Whistle-Spielers. Die Armbinde lässt grüßen - beinahe wären die Konzerte in Naumburg und Leipzig ausgefallen und den Rest der Saison hätten wir in leicht geänderter Besetzung spielen müssen. Gott sei dank sind wir dann doch nicht unterm LKW gelandet und kamen nach elendig langer Sucherei im gar nicht so kleinen Naumburg an. Dort fanden wir irgendwann das JUZ Otto. Wunderschöner Laden, gemütlich und groß genug für ne´schöne Party. Die Mädchenband gab´s nicht, dafür aber eine heimische Band, die uns die Bühne für einen kleinen, späten Soundcheck überließ. Wir verbrachten den Rest des Abends mit Nino de Angelo, Paddy, Maite, Bernhard Brink und Corinna May, ertrugen dies aber nur mit Hilfe von einigen Kaltgetränken. Nachdem feststand das Frau May gewonnen hatte, gings für uns auch schon auf die Bühne. Das Publikum war, in jeder Hinsicht, ziemlich bunt gemischt. Der Saal war nicht wirklich voll, die Jungs in der ersten Reihe aber um so mehr. Und so spielten wir dann unser lustiges Programm mit zwei Premieren vor einem Pogofreudigem Publikum. Der Sound war wahrscheinlich die Hölle, aber die Jungs standen auf Krach und wir wunderten uns irgendwann über gar nichts mehr. Nachdem die Musik aus war, gingen zuerst die Lichter an, dann die Zapfhähne hoch und das Publikum wurde ein wenig lieblos an die Luft gesetzt. Einige diskutierten zwar noch sehr herzhaft über die Ohren unseres Pferdes ("wenn´s nach vorne läuft müssen die Ohren nach hinten stehen"), aber Ingo regelte das ganze sehr fachkundig, sodaß auch diese Leute glücklich und mit Ohrenschmerzen nach Hause gingen. Wir hatten Glück und durften mit Simone in unsere Unterkunft fahren. Auf dem Weg dorthin tankten wir erst auf und wurden dann vom Naumburger Stadtschimanski angehalten und im Schnellverfahren verurteilt. Tolle Wurst. Der Zivi der Jugendherberge war auch nicht wirklich erfreut als wir uns dann noch in der Lobby niederließen und über Herrn von Bödefeld philosophierten. Aber das ist ne´ andere Story.

23.02.02 Leipzig

Gegen Mittag holten wir den Bus ab und machten uns bereit für Leipzig. Das war gar nicht so weit. Lassen wir es mal 60 Kilometer gewesen sein. Bis Leipzig war´s dann auch sehr entspannend, aber in der Stadt (vor allem Samstags um 15.00 Uhr) hatte wir doch reichlich Probleme einen Parkplatz zu finden. Irgendwann stellten wir uns dann einfach vor so einen Sex-Shop. Das war ganz praktisch, denn gegenüber war der Bahnhof und daneben die Polizei. Lieber Knöllchen oder abgeschleppt, als von irgendeiner Zuhälterbande geklaut. Ja, ausnahmsweise hatten wir mal Zeit für "Zeitsing" (d.h. das Anschauen von lokalen Sehenswürdigkeiten!!!) und wir beschlossen zunächst mal mit dem Bahnhof anzufangen. Das zweite Highlight war dann eine verwirrte Pizzeria und als es anfing zu schneien wie blöde, beschlossen wir ins Conne Island zu fahren und uns einen Kamillentee zu trinken. Im Conne Island waren wir entsprechend früh, aber wir wurden supernett empfangen und machten uns im Backstage breit. Das Conne Island ist ein genialer Live-Laden. Zu finden auf fast allen Tour-Kalendern weit und breit. Wir hatten das große Vergnügen den Abend vor den genialen "Real Mc Kenzies" zu eröffnen. Die schottischen Kanadier standen aber noch irgendwo im Schnee, sodaß wir die Zeit nutzten um die Hausanlage zu testen. Gegen sieben stürmte dann eine wilde Horde Punkrocker in Kilts den Laden. Hey, hey. Das waren sie. Sahen ganz schön gefährlich aus die Jungs, trinken konnten die auch und ne´ ganze Pornosammlung hatten die auch mit. Beeindruckend. Wir fingen gegen 21.30 an und spielten eine Stunde lang ein dem Ambiente angepasstes Set. War gut, die Leute hatten hoffentlich Spaß mit uns, aber man merkte schon warum 700 Leute gekommen waren. Wegen einer sensationellen Bühnenshow der spielfreudigsten Band weit und breit. Wobei man breit sehr ernst nehmen kann. Die vernichteten auf der Bühne soviel Bier, wie bei einem Sauerländer Schützenfest und wir sind uns nicht sicher, ob die Kotzeinlage des Gitaristen jetzt zur Show gehörte oder nicht. Es war auf jeden Fall sehenswert. Alles über die Band gibt's auf deren Homepage: www.realmckenzies.com. Ist zwar Live weniger Folk und viel mehr Punk, aber durchaus auch was für den Freund von Dudelsack und Scottish-Tunes. Wir verbrachten das Konzert auf der Bühne, feierten mit und tranken lecker Goldkrone-Cola mit Pfütze, Isa und Peter. Gepennt haben wir ein paar Meter weiter bei den Jungs die in Eilenburg unseren Backstageraum renovierten. An dieser Stelle ein großes Danke für eine tolle Verpflegung und viel Erfolg mit eurem Fußballclub. In der Nacht lief Frau Pechstein noch Weltrekord und irgend so ein Bobfahrer bekam auch ein Blechteil um den Kopf gehängt. Wir fuhren um ein Uhr mit dickem Schädel wieder auf die Bahn und folgten den Spielregeln der Rückfahrt (Bild am Sonntag, Mc Donalds und Sports Aquarius). Pünktlich zu Rosamunde Pilcher waren wir wieder zuhause.

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