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| 01.08.99 Altena Als wir hörten, dass wir auf diesem Festival spielen sollten war die Freude groß. Super: Burgrock in Altena. Na ja, es war dann letztlich das Burgfest in Altena, und der Unterschied bestand nicht nur in der Zahl der
Zuschauer. Trotzdem waren an diesem Wochenende gleich zwei Ereignisse, die uns
zusätzlich motivierten: 1.) In unserem schönen Heimatdörfchen
Herdringen war Schützenfest und 2.) Kentop hatte eine neue Freundin. Wir
fuhren also direkt vom Schützenfest mit Kentops Freundin in unserem Bus
auf die Burg. Der Bus hatte enorme Probleme und kam den alten Burgweg nicht
hoch, so dass kurzfristig ein Shuttle-Service für uns eingerichtet
wurde. Die Kulisse des Festivals war imposant. Mitten auf dem Innenhof der
Burg, umrahmt von Türmen und Mauern, hatten die Veranstalter eine
Bühne aufgebaut. Der alte Rittersaal wurde zum Backstage-Raum
umfunktioniert, und unser Kühlschrank war so voll wie noch nie. Trotzdem
verirrten sich an diesem Tag nur etwa 50 Besucher auf die Burg. Dennoch
spielten wir gutgelaunt unser Konzert und danach ging es mit dem
Shuttle-Service direkt zurück aufs Schützenfest 07.08.99 Donaueschingen... ... liegt irgendwo im Süden. Zumindest von uns aus gesehen ist es ein ziemlicher Akt dorthin zu kommen. Wir fuhren bereits am Samstag morgen los, obwohl unser Konzert erst am frühen Sonntagnachmittag stattfinden sollte.
Dies gab uns die Gelegenheit am Samstag abend auf einem perfekt organisiertem
Festival, den Klängen von 3. Generation, Massive Töne und Xavier
Naidoo zu lauschen. Nach ausgiebigem Test unserer Backstage-Pässe und dem
Verzehr von allerlei alkoholischen Getränken wurden wir sogar noch ins
Hotel gefahren. Ingo hatte aber noch keine Lust und kam morgens
"klitschnaß" ins Hotelzimmer. Er war in den am
Veranstaltungsort befindlichen Swimingpool "gefallen". Am
nächsten morgen ging es dann schon ziemlich früh zum
Fürstenberg-Open-Air wo wir nach ausgiebigem Soundcheck auf einer
Riesenbühne noch ca. 4 Stunden bis zu unserem Auftritt warten
mussten, da eine Band ausgefallen war und das Programm sich nach hinten
verschoben hatte. Um 18.00 war es dann soweit und wir spielten unser
verlängertes Set. Anfangs war das Publikum noch etwas verhalten, doch nach
und nach ging es dann richtig ab und wir hatten eine gute Party. Nach dem
Konzert wurde es stressig, denn wir mussten unmittelbar nach unserem
Auftritt wieder heimwärts fahren. Vorher bedienten wir uns aber noch am
Büffet, und als wir gerade im Auto saßen und Paddy goes to Hollyhead
anfing fing es an zu regnen. Glück gehabt.13./ 14.08.99 Schrecksbach/ Stemwede/ Meschede Endlich wieder mit unserem Tourbus, dafür aber ein wenig krankheitsgeschädigt, starteten wir in unser Mega-Wochenende. 3 Konzerte innerhalb von 24 Stunden. Erste Station unserer Mini-Tour war Schrecksbach. Dort spielten wir bereits im letzten Jahr auf einem tollen Konzert, und der Veranstalter lud uns für dieses Jahr zum heimischen Festival ein: Headliner war VIVID. Wir waren die zweite Band des abends. Kaum angekommen, ging auch schon sofort unser Soundcheck los (einer der schnellsten in der Lady Godiva-Geschichte), und Minuten später rockten ca. 700 Leute richtig ab. Vom ersten bis zum letzten Takt war es eine absolute Party. So konnte es weitergehen - und so ging es weiter. Denn nach dem Schrecksbach-Konzert fuhren wir direkt weiter zum Stemwede-Open-Air. Dort erwartete uns bei unserer Ankunft um ca. 3.30 Uhr ein vollkommen abgedrehtes Festival. Dosenbier, Döner, diverse Rauchwaren,
Regen und vor allem viele, viele nette Leute. Nur wir waren ein wenig
müde, und so zogen wir in unser Quartier zurück. Ein altes verfallenes
Bauernhaus, in dem ein paar Feldbetten für uns aufgestellt wurden.
Mückenstücke, Rückenschmerzen und ein besoffener Sänger von
Mad Sin bescherten uns eine wenig erholsame Nacht. Doch am nächsten Morgen
ging ´s dann wieder. Um 12.00 war Soundcheck angesagt und um 1.00 spielten
wir vor einer schon sehr beachtlichen Anzahl von Zuschauern die "richtig
Druck" gemacht haben. Danke Stemwede, dass war Party pur. Doch leider
ging es für uns direkt weiter nach Meschede zum Stadtfest. Stadtfeste sind
ja immer so eine Sache, und dann auch noch bei schlechtem Wetter. Wir waren
gespannt was uns heute noch erwartete. Zunächst aber passierte das, was
wir eigentlich schon lange erwarteten. Unser schöner Tourbus wurde endlich
mal von der Polizei angehalten. Nach kurzer Diskussion (wir hatten es
schließlich eilig) gaben wir Ihrem Druck nach, und ließen sie einen
Blick in unser WOHNMOBIL werfen. Erfreulicher (Erstaunlicher?!) Weise gab es
für die beiden Wachtmeister keinen Grund zur Beanstandung, so dass
sie ohne schlechtes gewissen ein Lady Godiva-Poster annehmen durften. Wir
fuhren also weiter nach Meschede. Dort war es dann wie wir befürchtet
hatten. Ein verregnetes Stadtfest mit wenig Besuchern und eher verhaltener
Stimmung. Der Veranstalter wollte sogar unseren Auftritt absagen. Wir trafen
aber vor Ort auf eine Handvoll "Fans" die extra aus dem Sauerland
angereist waren, um uns zu sehen, und nur für die spielten wir dann unser
drittes Konzert innerhalb von 24 Stunden. Das reichte dann aber auch.
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