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    Naumburg / Heiligenstadt

Neues Spiel - neues Glück. Los ging's am Freitag um 16.00 Uhr zu den "Rockern" nach Naumburg, wo wir letztes Jahr schon eine ganze Menge erleben durften. Die Geschichte vom letzten Jahr könnt ihr im Tourtagebuch 2000 nachlesen. Dieses Jahr hatten uns die Jungs zu ihrem 25. Geburtstag eingeladen und wir freuten uns schon besonders auf unseren Spezial-Cocktail vom letzten Jahr. So fuhren wir die alte A44 und ein bisschen "über Land" und nutzten die Zeit um im Bus ein wenig "Inventur" zu machen um zu sehen was die "Schizzos" neben CD´s und den guten Flöten noch so alles entwendet hatten. Bis auf ein paar persönliche Andenken hatte man uns dann aber doch verschont. Als wir dann irgendwann oben auf dem Berg vor der Halle standen, war eigentlich alles wie im letzten Jahr. Nur das Wetter war wesentlich schlechter, aber das Lagerfeuer brannte bereits und die Bühne war hergerichtet für unseren Geburtstagauftritt. Sogar eine große Videoleinwand hatte man hinter der Bühne postiert. Hier konnten wir uns an alten "Biker-Filmen" aus Privatsammlungen ergötzen und auch der Kultfilm "Werner - das Rennen" durfte nicht fehlen. Beim Soundcheck stellte Ingo fest, dass sein Verstärker ziemlich nass geworden war und dementsprechend einen wenig brauchbaren Sound ablieferte. Ein Gitarrist aus dem Ort half aber mit einem Verstärker Top-Teil aus. Noch mal Danke. Na ja, die Veranstaltung war insgesamt dann doch nicht so gut besucht, wie der Veranstalter sich dies erhofft hatte. Zum einen natürlich wegen dem schlechten Wetter; zum anderen steckte einigen wahrscheinlich noch der Schreck vom letzten Jahr in den Köpfen. Aber egal, denn die Stimmung der anwesenden Zuhörer war sehr gut, und wir hatten großen Spaß uns selbst auf der großen Leinwand beim Konzert zu beobachten. Christian hatte Mitte der Woche zwar seine Fäden gezogen bekommen ("der Knubbel ist weg"), doch ganz in Ordnung war die Wunde noch nicht, denn Mitten im Konzert verließ uns für zwei Songs unser Akkordeonspieler um seinen blutigen Verband zu wechseln. Danach ging es aber munter weiter im Takt und nach über zwei Stunden gab's noch einmal "The death..." auf die Ohren und dann war Schluss für heute. Auf der Leinwand konnten wir nun wieder Motorräder und dufte Blondinen bewundern und nach dem besten Pfannengyros der Welt zog es den einen Teil ins Clubheim der Biker, wo es noch einen kleinen Absacker und eine hitzige Diskussion über den HSV und den FC St. Pauli gab. Der Rest (also wie immer Stormy und Ingo) setzte sich noch "ein wenig" ans Feuer. Morgens kamen wir dann sehr schwer aus dem Bett sodass wir erst gegen Mittag feststellten, dass Ingo mal wieder verschollen war. Gegen eins hatten wir ihn aber wieder gefunden (Ingo schlief im Bus) und nach einem deftigen Frühstück in der Halle ging's weiter nach Heiligenstadt.


Vorher jedoch mussten einge kulturell Interessierte Mitglieder der Band noch einen Abstecher auf die Weidelsburg machen. Die weniger Interessierten wurden durch Ingos "Yps-Witzebuch" von 1978 unterhalten. Fraglich was interessanter war. Dann rollte der Bus aber wieder und wir versuchten verzweifelt in diesem Niemandsland einen "Bundesliga-kompatiblen" Radiosender zu empfangen. Vergeblich. In Heiligenstadt war Stadtfest und wir hatten ein bisschen Angst. Regen, Kälte und Stadtfest. Das bedeutet normalerweise nichts Gutes. Und wir waren sehr froh, dass wir uns zunächst in einem gut bürgerlichen Restaurant niederlassen durften und dort "a la cart" unseren Hunger bekämpften. Nach zwei Stunden entspanntem Warten ging's rauf auf eine große, nasse und kalte Bühne. Dort spielten wir zunächst ein "kalte-Finger"-Konzert. Als aber unsere Finger warm waren und der Schlagzeuger endlich seine Aspirin bekam, waren wir überrascht von der positiven Resonanz von vielen gemischten Heiligenstädtern. Mit viel Spaß und interessanten Liederansagen von Thomas ("wir im Sauerland haben einen Tanz...") beendeten wir auch dieses Konzert. Wieder einmal sind wir von einem Stadtfest positiv überrascht worden. Vielen Dank für den heißen Tip Britta. Dann ging's wieder nach Hause. Und nach drei Stunden Trivial Pursuit muss man neidlos anerkennen, das der Herr Schneider im Bereich "Musik/ Film" nahezu unschlagbar ist. Das der Bus dann auf der A44 kurzfristig mal wieder einen leichten Defekt aufwies fällt nicht weiter ins Gewicht. Mittlerweile gewöhnt man sich dran.

Osnabrück/ Goslar

Die Reise ging an diesem Wochenende zunächst einmal ins altbekannte Osnabrück. Obwohl wir hier lange nicht mehr gespielt hatten, fanden wir tatsächlich noch die Autobahnabfahrt die uns ziemlich genau in die City führte. Hinter irgendeiner Ecke fanden wir dann den Club "Unicum". Die Vermutung liegt Nahe das es im näheren Umfeld dieser Lokalität einige Studenten geben muss. Und so entspannt wie man es von Studenten nun mal kennt war dann auch der Veranstalter. Eine Bühne mussten wir uns noch selbst zimmern und wir waren froh, dass wir vorsorglich unsere komplette Anlage in den Bus gekarrt hatten. Ohne unseren Krempel hätte das Konzert wohl nicht stattgefunden. Glück gehabt. OK, nachdem wir alles geregelt hatten, hauten wir kräftig auf die Pauke und stellten fest, dass der Sound doch sehr krachig war. Aber nach viel gefummel hatten wir dann so etwas wie einen erträglichen Klang in die Bude gebracht. Wie der ganze Aufbau verlief auch der Rest des Abends relativ stressig. Gegen 22.00 hatten sich neben unserer alten Freundin Alice noch eine ganze Horde anderer trinkfreudiger Gäste eingefunden. Ja wie war das Konzert? Auf der Bühne war es zwar sehr eng aber "eigentlich ganz nett". Wie es jedoch im Publikum war weiß keiner, weil wir direkt in die Baustrahler gucken mussten, die man uns vor die Nase gesetzt hatte. Andreas meint aber das auch dort die Leute ihren Spaß hatten. Na dann können ja eigentlich alle zufrieden sein. Nach schnellem Konzert ging´s dann mindestens genauso schnell wieder in die Heimat zurück und ziemlich schnell erreichte der komplette Bus seine Tiefschlafphase, sodass wir erst beim Aussteigen bemerkten welch künstlerisches Talent in unserem Ingo schlummert. Wahrscheinlich gibt es sein "Der Schweinemann"-Comic bald an jedem Bahnhofskiosk.

Schlecht erholt, aber trotzdem frisch geduscht ging's dann am Samstag morgen weiter in den Harz. Dort spielten wir auf dem Moonwalk-Festival in Goslar. Das freute uns doch sehr, denn zum einen haben wir gute Erinnerungen an diese Gegend und zum anderen noch bessere an das Moonwalk-Festival in Eisenach im letzten Jahr. Die Fahrt war öde, aber wir hatten ja "Lars Vegas" an Bord, der uns mit lustigen Bilderrätseln die Zeit auf der wunderschönen A44 vertrieb. Nach 4 Stunden Fahrt trafen wir uns mit "dem Roten" an der Jugendherberge Clausthal-Zellerfeld. Hier sollten wir heute Nacht pennen. Warum ausgerechnet 25 KM vom Auftrittsort entfernt in einer Jugendherberge weiß keiner so genau, ist aber auch nicht weiter wichtig, da wir uns doch alle an längst vergangene (wunderschöne) Schulzeiten erinnert fühlten. Nachdem wir unsere Betten bezogen hatten, fuhren wir den Berg runter und kamen dann am KÖ in Goslar an. Ein schöner Club. Gemütlich aber leider mit einer viel zu langen Treppe, die wir unseren Kram hochschleppen mussten. Auf der ersten Etage befand sich eine Art "Wohnzimmer" und wir bauten uns mitten rein. Wir checkten kurz den Sound, aßen eine anatolische Spezialität und fingen um Punkt 20.07 Uhr mit dem ersten Set an. Das Konzept vom Moonwalk ist genauso einfach wie genial. 24 Band in 24 Kneipen spielen zu jeder vollen Stunde 40 Minuten. Dann zieht die ganze Gesellschaft ein Haus weiter und darf dann entweder kräftig mitfeiern oder aber total ablästern. Auch wir hatten an diesem Abend vier verschiedene Gesellschaften. Klarer Gewinner waren aber die Jungs und Mädels von 21.00 Uhr. Hut ab, und ganz ehrlich: so witzig war es wirklich ganz, ganz selten. Eine wunderschöne intime Atmosphäre; heiß, feucht-fröhlich, mit einem dankbaren Publikum und einer gut-gelaunten Band. Das war schön. Kurioser Weise war dann das 22.00 Uhr-Set wieder ganz anders. Das letzte Set des Abends bestand dann aus einem "Best of-Teil" und hier trafen wir wieder einige Leute von 21.00 Uhr vor der Tanzfläche. Und nach den letzten 40 Minuten Tanzmusik glich das KÖ einer Finnischen Dampfsauna und die Kapelle hatte kollektiv mehr als 10 KG abgenommen. Mit halbwegs kaputten Knochen schauten wir uns dann noch die zweite Band des Abends an, die uns freundlicherweise einige Teile ihrer PA zur Verfügung gestellt hatten. Bis auf Stormy verabschiedete sich der Rest dann aber sehr zeitig mit zwei Taxen zurück in die Jugendherberge. Am Morgen danach gab es vom Herbergsvater ein interessantes Frühstück und nachdem wir Stormy gegen halb eins aus dem Bus zogen und Ingo wohl oder übel ans Steuer musste, war es auch Zeit das es wieder heimwärts ging. Und zumindest einmal muss es gesagt werden: Gegen 17.00 Uhr war der lustige Haufen wieder in Neheim angekommen.

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