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    Rostock, Force-Attack

So, da sind wir wieder zu hause angekommen und es gibt ne´ganze Menge zu berichten von diesem einzigartig schönen und abenteuerlichen Wochenende in Rostock. Wie versprochen gibt´s an dieser Stelle einen ausführlichen Tagebuchbericht über Spass, Spannung und Punkrock. Aber eins nach dem anderen. Wie schon bei den anderen Events in Rostock liessen wir (bzw. der grösste Teil der Kapelle) es uns nicht nehmen unser Konzert mit einem ausführlichen Kurzurlaub an der Ostsee zu verbinden. Daher fuhr der Bus auch schon am Donnerstag los und tuckerte mit der Höchstgeschwindigkeit von 83,5 km/h über die A2. Dementsprechend lange dauerte die Fahrt, und als die Jungs in Rostock ankamen war es schon dunkel und die Party schon fast gelaufen. Da man aber genügend Proviant an Bord hatte, und Pfütze auch schon am Donnerstag einen Platz an der Theke für uns reserviert hatte, wurde es noch ein schöner und geselliger Abend. Am Freitag um 14.00 Uhr machte sich dann auch der Rest der Band auf den Weg nach Rostock. Das lief auch alles wie geschmiert und nach 2 Stunden waren wir in Hannover und assen uns erst mal eine leckere Eierwaffel. Ne´gute Stunde später passierten wir Hamburg und bei Kilometer 13,3 auf der A7 (ist doch die A7 oder?) fing erst das Auto an zu stinken und kurz danach Kentop an zu schreien. Sekunden später sassen wir hinter der Leitplanke und hatten neben dem Kühler vom Mitsubishi Space Runner auch noch die Kacke am Dampfen. Nach dem ersten Schock und der Erkentniss, dass man mit Gaffa-Tape keinen Mitsubishi-Motor reparieren kann, marschierte Ingo zur ADAC-Notmelde-Station und funkte SOS. Es vergingen knapp 1 ½ Stunden bis ein gutgelaunter, ganz in gelb gedresster ADAC-KFZ-Meister auf 5 etwas unentspannt schauende Musikanten traf, die in ca. 90 Minuten in Rostock hätten sein müssen. Jeder der die Strecke Hamburg-Rostock kennt weiss, das dies verdammt schwer bzw. ziemlich unmöglich ist. Auch ohne Motorschaden. Nach dem Todesurteil vom ADAC organisierten wir einen Abschleppservice, der sich wiederum auch noch mal eine knappe Stunde Zeit liess. Es war also ziemlich genau 20.00 Uhr als wir alle zusammen mit dem Chef und einer duften Blondine im Abschleppwagen sassen und Mitten durch Hamburg fuhren. Auch schön. Nur leider hatten wir an diesem Abend noch etwas vor. Zwischenzeitlich hatten wir schon bei den Jungs von AVIS einen OPEL Astra Kombi geordert. Der kam dann auch ziemlich pünktlich gegen 21.00 bei "Mitsubishi Bullbock" vorgefahren und wir luden unseren Kram ein und liessen Kentops Space Runner relativ lieblos in Hamburg stehen. Mittlerweile hatten wir mit Imre (also dem Chef vom Force Attack) gesprochen und unsere Unpünktlichkeit entschuldigt. Wir hatten nunmehr Zeit bis 23.45. (Showtime war um 01.00 Uhr) und vor Ort rödelten die anderen schon mal die Instrumente aus dem Bus. Um 21.30 waren wir auf der Bahn und Kentop gab alles (uns ist jetzt noch schlecht) um pünktlich in Rostock zu sein. Da wurden auch schon einmal vor uns fahrende Kraftfahrzeuge aus der Spur gedrängt (Zitat: "Da eiert der Penner mit 150 km/h vor uns her"). Das lässt schon vermuten das wir etwas schneller unterwegs waren als 150 km/h. (Im Durchschnitt waren es etwa 170 km/h). Diese 2 Stunden waren ehrlich gesagt äusserst spannend und wir waren sehr erleichtert als wir dann um halb zwölf endlich in Behnkenhagen standen und von der Polizei nicht auf verbotene Betäubungsmittel kontrolliert wurden, sondern freie Fahrt in den Backstagebereich hatten. Dort trafen wir dann irgendwann auf den Rest und wir hatten ziemlich genau 12 Minuten um unser Wiedersehen zu feiern, einen guten Schluck Rostocker Pilsener herunterzustürzen und um zu hören wie es den anderen ergangen war.

Die hatten nämlich nicht weniger Spass als wir, denn nach einem kurzen aber heftigem Aufenthalt am FKK-Strand ist ganz offensichtlich eine junge attraktive Rostockerin mit ihrem Auto in den toten Winkel des Busses geraten und wurde kurzfristig um einen halben Meter nach rechts geschoben. Aber das wichtigste zuerst: unserem Bus ist nichts passiert. OK, der jungen Dame auch nicht, aber ohne Polizei wollte sie uns nicht wieder fahren lassen. Und da die Polizei in und um Rostock wegen diverser schönen (Force-Attack) und unschönen (irgendwelche rechten Hohlköpfe marschierten durch Rostock) Veranstaltungen ziemlich beschäftigt war, dauerte es eine ganze Weile bis unser Fall bearbeitet werden konnte. Zeit für die Musikanten das WC der benachbarten Dönerbude zu benutzen bzw. sich mit Dönern zu verpflegen. Nach 2 ½ Stunden und ca. 10 Dönertaschen kamen dann die Kollegen in Uniform und nach weiteren 5 Minuten stand der Bus schon wieder auf dem Force-Attack. Der Rest des Abends verbrachte man bei wunderschönem Wetter vor dem Zelt bzw. vor und hinter der Bühne und um 23.45 war Lady Godiva endlich komplett.
Wie schon in den vergangenen Jahren war es wieder mal ein beeindruckendes Erlebnis für uns, so viele "bunte" Vögel auf einem Haufen zu treffen. Alle friedlich, alle gut drauf und alle auf Party eingestellt. Dann konnte der Spass ja losgehen. Während "Dritte Wahl" gerade vor 8.000 Punks alte und neue Hits zum Besten gab, machten wir einen absolut perfekten Soundcheck. Und als der Zeltbühnenstagemanager grünes Licht gab stürmten wir auf die Bühne und hatten 45 Minuten lang einen Mordsspass mit ca. 1.000 tanzfreudigen Zuhörern, die mit uns eine Riesenparty feierten. Das war mal wieder richtig geil zu sehen wie die härtesten Punks zu den Klängen von so unscheinbaren Instrumenten wie Flöte und Akkordeon durch die Gegend sprangen. Bei "Kensington" gab´s einen kleinen Stromausfall und wir spielten unplugged und sehr spontan weiter. Zu guter Letzt durften wir "Tequila" noch dem Tequila-Bus widmen und mit "the death is not the end" den Festival-Freitag beenden. Für so ein Konzert steht man doch gerne 3 Stunden an der Leitplanke. Wir begossen unseren (sagen wir mal) Erfolg mit Pfütze und ner´ ganzen Menge Friends am legendären Tequila-Bus. Irgendwann wurde es dann hell, und als Lars bei den Klängen von "Life of Agony" einmal über den halben Festivalplatz schoss, beschlossen wir kollektiv ins Zelt zu verschwinden.

Der eine kommt nach so einer Nacht besser aus dem Schlafsack, Thomas und Ingo traditionell eher schlechter. So wurde es dann auch 13.00 Uhr als wir alle nach leckerem Frühstück unsere Badehosen anhatten und zur Ostsee aufbrachen. Pfütze beförderte sich selber zum offiziellen Bandbetreuer und zeigte uns ein bisschen die Gegend und noch dazu eine einsame Bucht am wunderschönen Ostseestrand. OK, einsam ist übertrieben, aber schön war es da und viel zu sehen gab es auch. Wir haben also alle einmal den grossen Zeh ins Meer gehalten und nachdem der Test bestanden war ging's ne´ Runde tauchen. Das war Urlaub und auch die Blaualgenpest an der Ostseeküste war uns in diesem Moment scheissegal. Gegen Nachmittag meinten die Wetterexperten dass es Zeit wäre aufzubrechen, und wir nutzten das auf dem Weg liegende Gasthaus um uns kurz frisch zu machen (Respekt Andreas). Irgendwie sind wir (oder besser: einige von uns) unangenehm aufgefallen, sodass uns ein Tischnachbar auf unsere Herkunft ansprach. Der rüstige Herr bemerkte, dass er aus Wuppertal käme, was Stormy mit dem Spruch: "Einmal im Leben durch Wuppertal schweben" würdigte. Das liest sich jetzt ganz harmlos, die "Perfomrmance" die Stormy hierbei an den Tag legte war aber wieder einmal "unnachahmlich". Die Rückfahrt zum Festival war schön, weil Arie van Lent in der 24. Minuten das Siegtor gegen die Bayern schoss, und weil mit Kentops Verdauung soweit alles in Ordnung war. Kurz vor dem Gelände wurde dann der Bus zum zweiten Mal in der Bandgeschichte von der Polizei angehalten und mehr oder weniger gefilzt. Dank Pfütze und unserem seriösen Auftreten liessen uns die grünen Jungs aber wieder fahren. Man hätte ausser einer Menge kochend heisser Bierdosen auch nichts interessantes gefunden. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit einigen Gästen (Tach Peter) und diversen Gesellschaftsspielen vor unserem Zelt und als dann die Band "Klappstuhlgang" auf der Zeltbühne richtig abräumte, machten wir uns auf den Weg um uns noch eine Dosis Punkrock reinzutun. Auf der Hauptbühne schauten wir uns "Molotow Soda" an, tranken denselben, und irgendwann im Backstage erlebte dann Lars sein ganz spezielles Highlight, denn der Weg wurde freigemacht für den Nightliner von "Napalm Death". Jeder kennt den Namen, jeder weiss, das die Band musikalisch sehr schnell unterwegs ist, aber Lars ist wohl wirklich ein Fan. Bevor der Bassist überhaupt auf das Dixieklo gehen konnte, hatte er schon seinen Namen auf Lars Hose pinseln müssen. Tja, irgendwie erinnerte uns diese Combo doch sehr stark an "The Sweet". Auch schon richtige "Rock-Dinosaurier" die ihre Blütezeit in den späten Achtzigern hatten. Auf der Bühne erlebten die Fans ein absolutes Donnerwetter. Unglaublich, was die da oben trieben. Insgesamt ein sehr flotter und lauter Beat den die Jungs an den Tag legten. Musikalisch ganz bestimmt nicht jedermanns Sache, aber ganz bestimmt ein ziemlich beeindruckendes und sehr nachhaltiges Erlebnis. Kaum von der Bühne runter sass Lars auch schon mit den Kollegen von ND im Tour-Bus (nicht in unserem natürlich) und quatschte über Gott und die Oma des Gitarristen. Der Rest von Lady Godiva hatte sogar hinterher im Backstage auch noch mal das Vergnügen mit "Mitch" und "Shane", und man muss sagen "Hut ab" - nette Jungs. Nachdem der Gitarrist von Napalm Death den Gitarristen von Lady Godiva halbwegs unter den Tisch gesoffen hatte, beschränkte er sich auf andere Vergnügungsmittel und erzählte lustige Geschichten aus seinem ereignisreichen Leben als Heavy-Metal Gitarrist. Derweil war der Bassist damit beschäftigt den Kopf von Michael wieder in eine aufrechte Position zu bewegen. Ging aber nicht; Michael war müde und Christian und Thorsten organisierten den Rücktransport zum Zelt. Dort lagen auch schon Ingo und Kentop relativ unmotiviert in der Ecke. Der Rest folgte am frühen Morgen. Und am späten Morgen hiess es für den einen Teil schon wieder Abschied nehmen. Der andere Teil vergnügte sich noch eine Zeit lang noch auf Rügen und liess sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Dort traf man auf den Mehlwurm Maik und Rebhuhn Reni und Christian darf seinem Vater nicht erzählen wen er alles kennengelernt hat. Schönen Gruss an Pfütze und Michael für das erholsame Camping. Ausserdem lernte man noch den weltbesten aller Schauspieler kennen: Wolfgang "bei ner´Blondine krieg ich ein Rohr" Lippert. Kleines Fazit zum Schluss: Wahnsinn und unglaublich. Ein gelungenes Festival, ein gelungener Gig und 3 Tage lang Party mit vielen bunten und netten Lu´s, Peters, Pfützes und anderen vielen durchgeknallten Typen. Das machte Laune und wir kommen ganz bestimmt gerne zurück. Ein dickes Thanx und die besten Grüsse an dieser Stelle an Pfütze für ein astreines "Tourmanagement".

PS: Wir haben ne´ganze Menge Fotos gemacht, sodass es unser Rostock-Event in ein paar Tagen auch als "Foto-Love-Story" zu sehen gibt.



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