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    29.06.2001 Abifestival, Lingen

Das war doch wirklich ein gelungener Festivalauftakt in Lingen. Ein schönes Festival (und das ganze komplett umsonst) bei bestem Wetter und vielen netten Leuten. Was will man mehr? Das Abi-Festival wird alljährlich von allen Abijahrgängen der Lingener-Gymnasien veranstaltet und findet auf dem Gelände des Atomkraftwerkes statt. Und über dieses Gelände kurvten wir bei unserer Ankunft auch erst 2-3 Mal, da der Weg zum Festival bzw. zum Backstagebereich sehr verwirrend (bzw. gar nicht) ausgeschildert war. Gute Gelegenheit für uns also, die gute alte “Fips Asmussen”-Kassette zu Ende thomas zu hören, die jetzt endlich einmal den Weg in den Bus gefunden hat. “Kinder”, der Fips ist schon ein lustiger Typ (“das ist schön, dass ist schwarzer Humor”) und auch mit seinen mittlerweile fast 90 Jahren immer noch ein ganz wilder Stecher. Soviel dazu.
Wir kamen also dann doch noch pünktlich an und tranken erst mal ein kühles Bierchen im Backstage. Der Festivalplatz war schon gut gefüllt, doch wie bei solchen Festivals üblich, lagen die Leute noch vor ihren Zelten und rauchten lustige Zigaretten. Und als wir um 17.10 Uhr mit dem Aufbau begannen (Danke an die supernette “Stagecrew”) sah es vor der Bühne auch immer noch sehr übersichtlich aus. Nach kurzem und überraschend gelungenem Soundcheck, versuchten wir unser Bestes die Leute schon mal ein wenig in Bewegung zu bringen. Und für einen Freitag Nachmittag war das wirklich nicht schlecht was dann am Ende bei “Whisky Johnny” abging. Bedenkt man, dass unser Musikstil bei diesem - sagen wir mal - “Alternative-Rock-Festival” total aus der Art schlug, waren wir wirklich mehr als zufrieden mit unseren 40 Minuten.
So, und nachdem wir unseren Kram wieder im Bus hatten, gab es viel Gelegenheiten für uns Festivalluft zu schnuppern. So hatten wir viel Spass uns zusammen mit den Jungs von “Fidget” das Bravo-Foto-Shooting von “Incubus” anzuschauen. Mein Gott, da waren wirklich ziemlich peinliche Posen dabei. Lars und Michael interviewten später die Fotografin und die entschuldigte sich sofort für diese albernen Fotos, aber “so was will die Zielgruppe nun einmal sehen”. Na dann. Zu unseren Schande muss gesagt werden, da wir INCUBUS eigentlich gar nicht kannten, obwohl die Clips bei MTV andreas und VIVA laufen, und die Band in Amiland ziemlich angesagt ist und mehr als 3 Mio. Platten verkauft hat. Daher waren wir auch ein wenig verwundert warum alle Welt um diese Band so ein Theater veranstaltete (VIVA war auch live vor Ort). Wir hatten also eine Menge Spass und verbrachten nach dem Genuss unserer Gemüsesuppe ziemlich viel Zeit vor der Bühne. Das Highlight des Tages spielte sich jedoch ein bisschen weiter Abseits ab, als ein lustiges Pärchen von lauter Liebe, Sonne und Hansa-Bier so berauscht war, das es sich mitten auf dem Festivalgelände ziemlich gern hatte. Kurz gesagt: sie hat den Mund ganz schön voll genommen und er musste hinterher sogar nichts saubermachen. Ist doch praktisch. Da wurde einfach mit Hansa nachgespült. War dann doch ein bisschen peinlich für die beiden, als wir und ca. 30 andere Festivalgäste spontan applaudierten als das Schauspiel zu Ende war.
Wir schauten uns anschliessend mit ca. 5.000 weiteren Leuten die Show von INCUBUS an und beschlossen dann aber irgendwann einstimmig (Andreas und Thomas haben sich aus unerklärlichen Gründen der Stimme enthalten), während des Uncle Ho-Konzertes die Biege zu machen. Die Rückfahrt war wieder fast unerträglich lang und selbst “Fips” war auf einmal gar nicht mehr so witzig, sodass sich jeder im Bus einen Pennplatz suchte und sich nach einem letzten Busbier bis auf weiteres verabschiedete. Aber schön war´s.

06./07.07.2001 Isny/ Attendorn

Mit Schwung ging´s am Freitag um 10.00 Uhr bei einer absoluten Bullenhitze in Richtung Bayern. Das waren ja mindestens 30° Grad, und dann war bei uns in NRW auch noch Ferienbeginn. Na Super, das waren ja die besten Voraussetzungen für einen unterhaltsamen Nachmittag im nichtklimatisierten Auto von Ingo. Langweilig war es aber dann zumindest bis Kassel gar nicht, weil wir bis dahin schon fast drei Mal unterm Laster gelegen hätten. Der Rest der Strecke war dann aber wenig spannend und mit einem lupenreinen 100Kliometer-Schnitt und einigen Pinkel-, Raucher-, Bi-Fi-Roll und Bierholpausen band erreichten wir nach knappen 6 Stunden die Ewigkeit. So hiess ein kleiner Ort vor Isny, und dort stellten wir mal wieder fest, dass in Bayern die Welt noch richtig in Ordnung ist. Auf den Wiesen tummelten sich sogar noch echte "Kakao-Kühe" (bei "uns" gibt's ja nur die "schwarz-bunten"). In Isny waren wir dann eigentlich viel zu früh, also hatten wir noch genügend Zeit uns im HL-Supermarkt mit Fuji-Colour-Filmen zu versorgen. Aus diesem HL-Markt kam dann Thomas nach einiger Zeit mit einem kleinem Flyer (und einem verwirrtem Gesicht) wieder raus. Der Flyer entpuppte sich als Ankündigung unseres Konzertes und wir waren selbst überrascht, was da so alles über uns geschrieben stand. Ziemlich gelungener Texten, auch wenn hier und da mal etwas hinzugefügt bzw. weggelassen wurde. Und das selbst "der Meister" seinen Senf so wohlwollend zu Lady Godiva abgibt hätten wir auch niemals erwartet. So, damit hatte uns der Veranstalter das erste Mal verwirrt. Nach kurzem Suchen fanden wir dann auch sehr schnell das Festzelt auf dem "Kinder- und Heimatfest". Rings um das Zelt hatte man eine ziemlich riesige Kirmes mit Dutzenden von Fressbuden aufgebaut. Allerdings war um 18.00 Uhr als wir ankamen noch gar nichts los. Wir hatten also ne´ Menge Zeit um uns ein bisschen zu akklimatisieren und uns über eine Riesenbühne und einen Superbackstage zu freuen. Dann ging´s erst einmal zum Hotel "Zum Löwen" und die meisten von uns machten sich "kurz frisch". Stormy hingegen nutzte die Zeit für ein ausgiebiges "Shopping" auf Isny´s Haupteinkaufsmeile und sass mir frisch gestärktem Kragen als erster im Biergarten, wo es ein leckeres, deftiges Abendmenue gab. Dort machten wir auch die ersten Erfahrungen mit den Produkten der heimischen Stolz-Brauerei. Zurück im Zelt angekommen spielte schon die erste Band, leider vor schweizer ziemlich wenig Publikum. Wir holten irgendwann unseren Kram aus den Wagen und bauten schon mal ein wenig das Schlagzeug auf, Ingo machte ein komplette Generalüberholung seiner Seiteninstrumente, und der Rest begrüsste herzlich den Philip mit Anhang (leider schon wieder die Namen der Mädels vergessen, Sorry), die Extra wieder aus der Schweiz gekommen waren. Als zweite Band des Abends spielte eine heimische Blues/ Soul-Rockband mit einer klasse Sängerin, die auch die Namensgeberin der Band war, doch leider ist vom Namen nur noch Nadja hängengeblieben. Auf jeden Fall machte die Band schon mal Stimmung und das eine oder andere Lied erkannten selbst wir Bluesbanausen aus dem bekannten Kultstreifen mit Jake und Elwood. Die Band hatte sich selbst übrigens den besten Ablauf geschrieben, den wir jemals gesehen hatten. Wir waren von der Disziplin und der Punktgenauen Ausarbeitung des Bühnenprogrammes (inklusive "Zwischendialogen") schwer beeindruckt. Und da sich die Band um Nadja (Irek??) auch sehr an diesen Ablauf hielt und ausserdem so ein Bluessolo sehr lang werden kann wenn man sich erst mal drin verlaufen hat, mussten wir entsprechend unseren thorsten1 Auftrittstermin um eine Stunde nach hinten verschieben. Das war aber egal, denn die Band machte Spass und Druck und vor allem das Publikum locker. Dann waren wir dran und wir machten einen ausreichenden Line-Check und nach der Ansage des Veranstalters (dickes Lob an Thomas von Celtic!!) konnte der Spass beginnen. Zwar waren immer noch viele Leute an den Biergartenstühlen festgewachsen und scheuten den Weg ins heisse Zelt, aber die Leute die vor der Bühne standen haben wir dann auch gepackt. Das machte Spass von der riesigen Bühne auf ein buntes tanzendes Knäuel zu schauen, das kollektiv einige hundert Liter Schweiss verlor. Ganz vorne dabei natürlich wieder die Schweizer Garde. Und Otto, der Gummimensch aus der allseits beliebten TV-Serie"Captain Future" gab sich auch die Ehre. So ging es dann lustig daher, und wir bewunderten neben dem Publikum vor allem Michael auf der linken Bühnenseite, der wieder richtig zuschlug und bei der Zugabe nur nach Thomas ausdrücklicher Aufforderung den Übergang von Whisky Johnny zu Dolia intonierte. Hinterher konnte er wenigstens sagen: "Das war mein ganzer (Kasten) Stolz" (Achtung Wortspiel). Ja und eben mit diesem Stolz (Stolz-Cola, Stolz-Limo, Stolz-Spezi, Stolz-Wasser, Iso-Stolz und natürlich Stolz-Pilsener aus Masskrügen) verbrachten wir dann den Rest des Abends. Wahrscheinlich war der französische Bordeaux den sich Andreas, Lars und Thorsten auf dem Heimweg zum "Löwen" teilten nichts anderes als "Stolz-Rotwein". Stolz macht aber entgegen anderer Ankündigungen von Insidern am nächsten Morgen gar keinen dicken Kopf, sodass wir uns alle recht frisch am Frühstücksbuffet wiedertrafen. Gegen halb elf waren wir dann wieder auf der Bahn und es ging Richtung Attendorn.

Zunächst mal standen wir aber nach relativ kurzer Fahrt im Stau. Vollsperrung der Autobahn. Alles stau was uns gestern erspart blieb traf uns jetzt umso mehr. Regen, Stau, Hunger und ein bisschen Zeitdruck. Gott sei Dank gibt es noch hilfreiche Strassenverkehrsteilnehmer, sodass uns ein netter Bayrischer Polofahrer mit Umleitungsinformationen versorgte. Dumm geguckt hat er trotzdem, als Ingo ihn irgendwo in Bayern fragte "Wo geht's denn hier nach Attendorn?" Aber wir meisterten den Stau perfekt, vertrieben uns die Zeit mit lustigen Autofahrtspielchen die wahrscheinlich nicht mal mehr 8-Jährige Kinder vom Hocker reissen, und testeten zu allem Übel auch noch den McMalysia. Und nach band weiteren 2 Stunden mit Ingos "Best of Iron Maiden-Live"-CD und der 350sten Parodie von Günther Netzers Siegtor im Pokalfinale 1972 gegen Köln (für alle die, die es noch nicht wussten: der Günther hatte sich damals selber eingwechselt, den Ball im defensiven Mittelfeld erobert, kurzer Doppelpass mit "Hacki" Wimmer, dann mit links draufgehalten, ab in den Winkel, ja, da hat er sich gefreut) kamen wir ziemlich platt auf dem Gauklerfest an. Dort war es schön, den die hatten einen Kühlschrank mit frischem Veltins und einen Toilettenwagen. Ausserdem war das Wetter OK und eine lars Menge Leute unterwegs. Wir hatten auch noch eine Stunde Zeit den Sound zu checken und eröffneten dann um 19.00 ganz offiziell das Gauklerfest. Trotz des gemischtem Publikums und der frühen Uhrzeit machte das sehr viel Spass (den Leuten offensichtlich auch) und wir spielten ein lustiges 70-Minuten-Programm. Als wir gerade warm waren, war es vorbei und wir räumten die Bühne für "Medicamento". Und die hauten dann mit Ihrem Sambasound richtig einen drauf. Genial. Wir gingen nach unserem Konzert ne´Runde "Hallo" sagen und danach lecker Essen. Die Rückfahrt zog sich dann noch ellenlang daher und die meisten von uns waren um 23.00 zu müde um noch Party zu machen. Nur die beiden Gitarrenspieler zog es noch aufs Schützenfest nach Müschede, und bis jetzt hat sie auch noch keiner wiedergesehen.

Hier noch ein Bericht aus der Westfalenpost (unter "Zeitgeschehen"): Attendorn zwei Tage lang fest in der Hand von Gauklern Attendorn. (idw)
Die Innenstadt von Attendorn wurde einmal mehr von Musikern, Komikern und Gauklern regiert. Zum mittlerweile 13. Mal hatten das Jugendzentrum und das Kulturbüro - von der WR präsentiert - zum "Kinder- und Gauklerfest" geladen. Mehrere tausend Besucher waren am Samstag und Sonntag dem Ruf in die "Gute Stube" der Hansestadt gefolgt.
Das Gauklerfest ist längst ein Fest für die ganze Familie. Von Jung bis Alt war auch am Wochenende Alles vertreten. Ein Top-Act des Samstages waren die Folk-Punkrocker von "Lady Godiva" aus Arnsberg. In entspannter Atmosphäre wurde mit viel Flair gefeiert. Das Organisations-Team hatte in monatelanger Vorarbeit den Rahmen für ein Festival geschaffen, das im gesamten südwestfälischen Raum seines gleichen sucht. Mit Musik und Comedy ging es bereits am Samstagabend furios los.
"Lady Godiva" bestritten den Auftakt des zweitägigen Feiermarathons. Auf der grossen Bühne am "Alten Markt", laut Attendorns Bürgermeister Alfons Stumpf der "schönste Platz zwischen Münster und Frankfurt", heizten die sieben Arnsberger mit irischem Temperament ihren Zuhörern gewaltig ein. Folk-Rock und Folk-Punk sorgten dabei für gute Laune und Partystimmung bei den Besuchern aller Altersklassen. Furios danach der Aufrtitt der niederländischen Percussion-Formation "Medicamento", die mit Samba-Rhythmen und einer grossartigen Bühnen-Performance einen Hauch von Copa Cabana auf den Marktplatz zauberten.

20.07.2001 Karlstadt

Wollen wir uns dieses Mal die Einzelheiten sparen. Wir waren am Wochenende wieder unterwegs und die Reise führte uns einmal mehr in den wunderschönen Süden. Genauer gesagt nach Karlstadt. Dort fand ein schönes und sehr gemütliches Festival statt und wir hatten am Freitag das große Los des Headliners gezogen. Nach 3 ½ Stunden Autobahn wurden wir sehr freundlich vom überraschend jungen Orga-Team empfangen und nach einigen kurzen Schockern („Schlafen könnt ihr dort im Schuppen“) ging’s dann erst mal in unsere tolle Ferienwohnung, wo wir uns breit machten und die eisgekühlten backstage Getränke aus der Minibar testeten. Zurück am Festival machten wir die obligatorische Bademeisterrunde und sagten ein „großes Hallo“ zu den 3 Mit- oder Nachgereisten Mädels aus der Heimat und stellten uns anschließend an der Gulaschkanone an. Lecker, lecker und zum Nachtisch gab es „Kaiserschmarrn“ mit Becks-Bier. Nur wenige Sekunden später standen wir auch schon hinter der Bühne und lauschten den Klängen unseres Intro. War aber gar nicht das Intro, sondern ein aufziehendes Gewitter. Das Intro lag derweil noch regengeschützt in irgendeinem Handschuhfach und so dauerte es noch mal ne´ ganze Ewigkeit bis der Spaß beginnen konnte. Pünktlich zum Startschuss fing es dann auch richtig an zu regnen und der Monitorsound, der beim Soundcheck noch erste Sahne war, verwandelte sich in einen riesengroßen Bassbrei. Hoffentlich war das akustische Erlebnis vor der Bühne weniger schrecklich. Man weiß es nicht, auf jeden Fall vertrieb der Regen eine ganze Menge Leute. Vor dem harten Rest ziehen wir aber unseren Hut, denn die Jungs mit den bunten Haaren machten schön Stimmung und rüppelten auch einige Bierwagensteher wieder wach. Nach dem Konzert michael waren wir natürlich ein bisschen angefrustet, weil es alles ein bisschen runder hätte laufen können. Aber was willste machen? Wir entschieden uns für den Verzehr von „Huppendorfer-Bier“ und machten uns irgendwann spät am Abend auf den Weg in unser Häuschen. Fit wie selten und frisch geduscht ging’s um elf in die „Alte Mühle“ und dort gab´s das beste Frühstück seit langem. Beobachtet wurden wir dort „nur“ von zwei Wasserschildkröten, die gierig auf unsere Frühstückseier schielten. Achtung Witz von Ingo: Treffen sich zwei Schildkröten...... Klock! Is ein Brüller oder? Die Rückfahrt war lang und weilig und sehr, sehr heiß und zu Hause angekommen war man dann auch noch auf einer traditionellen Dorfveranstaltung eingeladen. So aber jetzt geht der Blick nach Rostock und wir werden tatsächlich von Donnerstag bis Sonntag an der Ostsee bleiben und mit vielen lustigen Leuten eine Mega-Party feiern. Und danach wird das Tagebuch dann auch wieder interessanter.

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