19.05.2001 Hagen, Pelmke
Zum insgesamt fünften Mal ging es für uns nach Hagen, und zum zweiten
Mal ins KUZ Pelmke. 1 ½ Jahre nach unserem letztem Besuch (dort begann
unser Motto "Gambling again") ging es zur Irish-Folk-Night, wo wir mit
den Schnittern und der
Ceiligh (nicht Kelly)-Family
spielen durften. Die
Fahrt nach Hagen war wieder Mal chaotisch, zum einen weil das
"Geburtstagskind" Carlo beim Feiern auf der Dachterrasse den
Abfahrtstermin verpennt hatte und zum anderen weil Dr. Markus Merk
diesen Scheiß-Freistoß in der 95. Minute geben mußte. Wir sind zwar alle
keine Schalke-Fans, aber auf Grund des Hauptsponsors durchaus
Sympathisanten. Also Scheißstimmung allerorts als wir ankamen,. Das
änderte sich jedoch kurzfristig als wir auf die Jungs von der
Ceiligh-Family trafen und mit Ihnen über Auspuffpaste und die
"Abschiebung" ihres Bassisten diskutierten. Außerdem gab es wieder
diesen leckeren vegetarischen "Auflauf" und neben dem Hauptsponsor des
Vizemeisters war der Kühlschrank noch mit dem leckeren Pinkus Müller
gefüllt. Der Soundcheck war genauso wie die Hinfahrt, aber mit viel
Improvisation bekamen wir dann auch die üblichen Banjo und
Mandolinen-Probleme in den Griff. Beim Soundcheck standen schon eine
Menge Leute vor der Tür und als die Family mit einigen Pogues Klassikern
und Irish Traditionals startete, war der Laden gerammelt voll und die
Jungs legten schon mal richtig einen vor. Danach kam dann Lady Godiva
(und nicht die No Angels) und kurz vor Anpfiff rissen noch ein paar
Mandolinenseiten und wenig später war dann die Gitarre auch fällig. War
aber dann auch egal, denn die Hütte war voll, die Leute tobten und
schwitzten und wir hatten einen Mordsspaß. Das war schon eine
interessante Mischung sowohl was das Publikum anbetraf (von "Punk bis
Bank") als auch die Mischung der Bands. Aber es paßte, denn nach einer
Stunde Vollgas von uns gab´s noch Rock´n`Roll mit den Schnittern und die
Leute hielten alle fleißig durch und machten richtig Party. Wir trafen
nach unserem Gig noch auf eine Menge bekannte Gesichter und machten es
uns noch im Bus gemütlich (der ist wirklich schon über den Nürburgring
gefahren!!). Andreas betätigte sich noch als ZIVI und half leicht
orientierungslosen Besuchern wieder auf die Beine. Außerdem machte er
wieder einmal absolute "Sonderpreise" am Merchandising. Die Rückfahrt
verbrachte Carlo irgendwo zwischen zwei Verstärkern und auch Michael war
wieder sehr schnell sehr müde. Trotzdem stellten wir nachts um 3.00 Uhr
auf der Mendener Str. noch einen neuen Rekord im Busausladen auf. 6
Minuten und 50 Sekunden für Ausladen und Instrumente in den Proberaum
tragen. Und das mit zwei Totalausfällen: Sensationell!!
23.05.2001 Halle (Westfalen) - Stadtfest Open-Air
Das erste Open-Air dieses Jahres führte uns ins westfälische Halle.
("das erste Open-Air in (der) Halle"). Ein bißchen Bedenken hatten wir
schon, denn unsere Erfahrungen mit diversen Stadtfesten waren nicht
immer so toll und die Erfahrung mit den Veranstaltern von Stadtfesten
schon gar nicht. Aber das war in Halle kein Problem. Ein größeres war es
da schon mit unserem Bus nah genug an die Bühne zu kommen, denn die
Zufahrt war gleichzeitig "Haupteinkaufsmeile" und ziemlich eng und noch
dazu gut besucht. Stormy löste das ganze aber perfekt und wir konnten
mit dem Bus direkt vor die Bühne fahren und uns noch die letzten Töne
der vor uns spielenden Feuerwehrkapelle anhören. Obwohl wir auf der
Hinfahrt im Stau standen und das Management schon wieder einen Moment
lang unentspannt zu werden drohte, kamen wir also "Just-im-Time" am
Bahnhof in Halle an. Das Wetter war Super, die Bühne und die PA auch.
Nur die Bänke im Zuschauerraum ließen das Schlimmste vermuten, denn die
Besucher die um diese Zeit über das Stadtfest spazierten waren alles
andere als unsere "Zielgruppe". Als wir loslegten war der Platz vor der
Bühne aber voll (trotz Champions-Leage-Finale) und die Leute waren sehr
nett zu uns, obwohl sie nicht gerade wie verrückt abzappelten. Während
des Gigs versorgte Michael die Band mit den aktuellen Zwischenständen
aus Mailand, ein Fan versorgte die Band mit Bier und Stormy mit einem
brettlautem Monitorsound. Bei "Honour of the king" standen dann auch
sogar die Leute auf ihren Sitzgelegenheiten und machten Stimmung. Zum
Square-Dance bei Kensington hat's heute zwar nicht ganz gereicht, aber
trotzdem war das ein gelungener Freiluft-Auftakt. Nach dem Abbau hörten
wir uns mit einigen Gästen noch das Elfmeter-Drama in unserem Bus an und
fuhren dann zu Mc´Donalds um unser Gage möglichst sinnvoll wieder zu
investieren. Außerdem gab es noch warmes Dressler-.Bräu im Bus und
Thorsten und Thomas sangen und trommelten zur legendären Whisky
Priets-Kassette (der Rest war wieder müde) und als dann gar nichts mehr
ging und es noch zu kleinen Unfällen mit Glasbruch kam, war es wohl
besser, daß wir heute nicht versucht haben, den Ausladerekord zu
brechen. Beim nächsten Mal wieder.
13.06.2001 Bestwig
Das war ja mal ne´ Party am Mittwoch. So was hat es auch lange nicht
gegeben. Eigentlich hat es so was noch nie gegeben. Die grosse
Abschiedsparty für Carlo wird allen die dabei waren mit Sicherheit noch
länger im Gedächtnis bleiben. Das ganze Event fand im Rahmen der Bestwiger
Kulturtage in einem schönen, gemütlichen Zirkuszelt auf dem Bolzplatz
eines Bestwiger Vorortes statt. Und wir traten in voller Besetzung(d.h.
mit Jan und Lars) die Reise ins Sauerland an. Carlo hatte bereits im
Vorfeld für ausreichend "Marschverpflegung" gesorgt, sodass wir auf
Erfrischungsgetränke nicht verzichten mussten. Auf dem Weg nach Bestwig
gab´s für Carlo unser grosses Abschiedsgeschenk (jetzt hat er ne´ Menge zu
lesen), bevor wir dann nach einigem Hin- und Her, den schon beschriebenen
Bolzplatz erreichten. Dort wurde erst Mal eine Runde "gepölt" und Michael
etablierte sich als "Flankengott" für "Romario" Schwingenheuer. Nachdem
wir dann alle das erste Mal durchgeschwitzt waren ging´s zum Soundcheck
ins Zirkuszelt.
Schon im Vorfeld hatte sich für diesen Tag alles angesagt was "Rang und
Namen" hatte, sodass sich schon während des Soundchecks viele bekannte
Gesichter um unseren Bus tummelten und sich mit frischem Veltins
versorgten. Wir hatten also ein echtes Heimspiel und gingen entsprechend
"entspannt" auf die Bühne. Kurz vor dem "Anpfiff" hatte Carlo aber noch zu
seiner letzten Mannschaftssitzung geladen und er zauberte für die ganze
Kapelle eine geniale und ziemlich gelungene Überraschung aus der
unscheinbar wirkenden Aldi-Plastiktüte. Da kam schon ein wenig Melancholie
auf...
Auf die Bühne gingen wir mit der festen Absicht eine Party zu feiern.
Kein normales Konzert eben, sondern ein letztes Mal mit Carlo richtig
Druck machen. Und da wir natürlich ziemlich viel Unterstützung aus den
ersten 10 Reihen hatten, ging es auch schon nach der ersten Minute so
richtig zur Sache. Zur Feier des Tages sprang Jan immer mal wieder durchs
Programm und spielte die Soloparts bei "Remember.." und "Stuntman". So
hatten wir den Jungen all die ganzen Konzerte vorher auch noch nie erlebt.
Ob der noch wusste was er tat? Irgendwann war dann "Rattling Bog" an der
Reihe und wir nutzten den Song zur offiziellen Bassgitarrenübergabe bei
Lady Godiva. Lars rechts, Carlo links und danach erst einmal ne´ kurze
Pause, weil Carlo sich vor so vielen ganz "persönlichen" Geschenken kaum
retten konnte und noch dazu ein paar Tränen im Auge hatte. Danach ging es
lustig weiter, je nach Bedarf mit 2 Bassisten, 3 Gitarren und wilden
Tanzeinlagen vor und auf der Bühne. Bei "Whisky Johnny" stürmten plötzlich
20 Leute die Bühne und brachten zuerst die Bühne und dann das ganze Zelt
zum wackeln. Der Rest des Konzertes bestand aus einer Menge Spass,
Square-Dance, viel Bier, einigen umher liegenden BH´s und ein paar
missglückten musikalischen Kabinettstückchen. Zum guten Schluss intonierte
Carlo ein letzte Mal "sein Lied" in altbekannter A-capella-Manier und dann
war es das dann auch. Derjenige der nach dem Konzert den Edding ans
Tageslicht beförderte gehört auch bestraft, denn so manch einer stellte
erst am Donnerstag mit Entsetzen fest, auf was für Körperteile man alles
Autogramme schreiben kann. Die Stocktasche des Trommlers wurde auch noch
restlos leer geplündert, so dass fast jeder der das Zelt verliess
irgendein Souvenir in der Hand hatte. Allen voran natürlich Carlo mit ca.
15 BH´s. Schlemmi fuhr uns dann alle ziemlich zügig zum Proberaum, wo wir
schnell den Krempel ausluden, ein frisches Hemd anzogen und dann zur
Freilichtbühne durchstarteten, wo Carlo zur After-Show-Party geladen
hatte. Dort feierten schon ein paar Dutzend Gäste in geselliger Runde den
"Ausstand", oder erholten sich bereits vom übermässigem Getränkekonsum.
Als Fazit kann man festhalten, dass dieser Abend nicht schöner hätte
laufen können, auch wenn es im Endeffekt ein nicht ganz so schöner Anlass
war. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle, die sich so viel
Mühe gemacht haben und den Weg nach Bestwig und zur Freilichtbühne
gefunden haben, um mit uns zusammen "Goodbye" zu sagen. Insbesondere
natürlich an "die Hühner", die Engel-WG und den Rest aus Münster, "unseren
Herdringern", dem HOT und allen die man immer Mal wieder beim Singen
"Irischer Folklore" vor Lady Godiva-Bühnen erwischt. Jetzt geht der Blick
aber nach vorne, denn wir freuen uns alle, mit neuer Besetzung in die
"Open-Air-Saison" zu starten.
Hier noch ein Zeitungsbericht von Mittwoch.
Zeltfestival mit einem tollen Start
...
Am ersten Tag der Mammut-Veranstaltung in dem Zirkuszelt auf dem
Festplatz stand der Auftritt der Band "Lady Godiva" auf dem Programm.
Mit einer Mischung aus Irish Folk, Punk und guter Laune gewannen die
acht Herdringer das Publikum sofort für sich. Neben bekannten Stücken zum
Mitsingen stellte die Band vor allem selbstgeschriebene Lieder vor - mit
Erfolg: Bereits nach den ersten Takten konnte niemand mehr still stehen.
Die gute Laune der Band und die mitreissenden Tanzeinlagen der Musiker
hatten nur ein Ziel: Die Leute zum Tanzen zu bringen. Und das gelang. Kein
Wunder also, dass die meisten nach dem zweieinhalbstündigen Konzert
sichtlich erschöpft waren.
Seit über sechs Jahren touren die Musiker schon neben der Arbeit quer
durch Deutschland und veröffentlichen eine CD nach der anderen. Zuletzt
die aktuelle Scheibe "Red letter day".
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