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    18.11.00 Schrecksbach

18.11.2000 Bereits zum dritten Mal ging es für uns nach Schrecksbach. Nach zwei ziemlich genialen Gigs in den letzten zwei Jahren freuten wir uns natürlich auf dieses Konzert, vor allem weil wir als Headliner auf der 5-Jahresfeier des FMS spielen durften. Doch als wir uns am Samstag mittag irgendwann am Proberaum trafen, brauchten die meisten von uns erst mal ne´Runde Mitleid und Thorsten und Thomas wurden mit Jans Aspirin und Mc Donalds Pommes "am Leben" gehalten. Der Freitag abend war wohl ziemlich hart. So ging es dann mit der üblichen Lady Godiva-Verspätung auf unsere Lieblings Bahn. Die gute alte A 44. Leider ist unser Bus noch nicht 100% wieder fit, da aber Stormy einen fast "gleichkultigen" Ersatz an Land gezogen hat, fuhren wir also mit einem Renault Espace-Van durch die Gegend, und da dieser vollgeladen immer noch fast doppelt so schnell fährt wie der "Blaue" waren wir auch ausnahmsweise einmal viel zu früh. Irgendwie war es wahrscheinlich besser das wir nicht mit dem Bus gefahren sind, denn Schrecksbach war bisher der einzige Ort an dem uns der Bus so richtig im Stich gelassen hat. Um 3.00 Uhr nachts, bei - 7 Grad Kälte haben wir das Ding über die Strassen geschoben. Irgendwann hat es dann doch noch geklappt, aber dieser Schrecksbach-Trip (auch schon wieder 2 Jahre her) war mit Abstand die denkwürdigste Busfahrt in unser Bandgeschichte.

Diesmal lief die Fahrt ohne grössere Probleme (es ist mittlerweile kein Problem mehr für uns, wenn Andreas uns erklärt warum man Windräder nicht löschen kann) und als wir im "Mylord" ankamen haute es uns fast aus dem Socken. Hier muss die Zeit stehen geblieben sein. Genauso haben sie wohl ausgesehen, diese Beatclubs in denen unsere "Vorfahren" ihre ersten musikalischen und wohl auch sexuellen Erfahrungen gemacht haben. Der Laden inklusive Einrichtung ist original aus den 60´ger Jahren erhalten und versteckt hinter einem kleinem Bistro von aussen kaum zu erkennen. Aber hier haben früher tatsächlich die ganz Grossen gespielt. Lords und Rattles und wie sie alle hiessen. In den achtziger Jahren war die "Hauskappelle" übrigens niemand geringeres als die "späteren" Wildecker Herzbuben. Sachen gibt´s die gibt es gar nicht. Da man sich nicht vorstellen kann wie dieser Laden aussieht muss man an dieser Stelle mal kurz ins Detail gehen. Unter der Decke befindet sich eine Lichtanlage, die man (zumindest wir) von den ganz alten Autoscootern kennt. An den Wänden sind rundherum Spiegel angebracht, über der Theke befinden sich 5 Wassersäulen, in der Mitte des Raumes steht eine riesige Pyramide zwischen goldenen Palmen und rundherum befinden sich Plüschsofas die wahrscheinlich schon mehr erlebt haben als Thomas sich vorstellen kann. Andreas hat Fotos gemacht. Die werden wir in den nächsten Tagen mal hier unterbringen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

So nun zum Konzert. Wir hatten ja ewig viel Zeit, und irgendwann kamen dann auch die PA und die beiden anderen Bands. Wir machten den ersten Soundcheck und wir merkten schon, das die Technik sich dem alter des Ladens anpasste. Rein Schlagzeugtechnisch war die Organisation auch nicht gerade das gelbe vom Ei, aber was soll´s. Bei drei Bands und einer relativ kleinen Bühne muss man halt improvisieren. Als wir dann fertig waren ging es in unser Domizil für die Nacht. Das war eine Trucker-Raststätte mit anliegendem Hotel. Nett, bisschen muffig vielleicht, aber im Vergleich zu anderen "Bandunterkünften" schon fast wieder komfortabel. In einem unserer Betten muss angeblich beim letzten Sommerrock-Festival (s. auch Tourtagebuch 99´) der Sänger der legendären Band "Vivid" ("..wenn ihr das Backstagezelt nicht 3 Grad wärmer macht, fahren wir wieder...") einen weiblichen Groupie so richtig durchgenudelt haben. Hoffentlich sind in der Zwischenzeit die Betten mal neu bezogen worden. Also, zurück zum Konzert. Wir assen im Backstage-Bistro noch ne´ Kleinigkeit und schauten ein bisschen RAN (Bayern hat gegen Frankfurt eins auf den Sack gekriegt). Dann bewunderten wir ein wenig die erste Band des Abends und die waren schon mal ziemlich gut. Ausserdem war es mittlerweile richtig voll geworden. Als zweites spielte eine Red Hot Chlli Peppers-Cover-Band. Die waren auch nicht schlecht, hatten aber das Problem, das die bekannten Stücke der Chilli Peppers wahrscheinlich "uncoverbar" sind. Tja und dann kamen wir. Man muss sich da nichts vormachen, wir hatten schon bessere Konzerte, aber heute lagen die Probleme auf der Bühne Grösstenteils nicht in unserer Hand. Die Technik wollte einfach nicht so wie wir. Diverse Wackelkontakte in den Monitoren, defekte Mikrokabel und weiterer Kleinigkeiten liessen uns ziemlich "flatterich" werden. Ausserdem haben wir seit diversen Wochen wegen der Aufnahmen nicht mehr gepropt. Soll alles keine Entschuldigung sein, so schlecht war es ja auch gar nicht. Uns hat es auf jeden Fall Spass gemacht einige bekante Gesichter vor der Bühne zu sehen. Schrecksbach ist mittlerweile wirklich gleichzusetzen mit Orten wie Sendenhorst, und wir finden es Super wie viel Mühe sich die FMS-Jungs mit ihren Bands geben. Nur eines ist zu kritisieren. In ganz Schrecksbach gibt es weit uns breit kein Taxi und so mussten wir nachts um 3.00 noch dem Fussweg in unser Hotel antreten. Wer uns kennt weiss, wie solche Sachen enden können. Irgendwann auf halben Weg lagen da auf einmal zwei Einkaufswagen im Graben (die lagen da wirklich), und eh man sich versah sassen Carlo und Stormy im Wagen und lieferten sich ein Rennen. Gut das einige von uns Zivildienst gemacht haben, denn die wissen wenigsten mit solchen "Fahrzeugen" umzugehen. Als wir dann in unserem Hotel ankamen waren wir alle dementsprechend platt und unterkühlt, und so schnell und ohne grosse "Hotelzimmerparty" hat man uns wahrscheinlich selten in die Betten verschwinden sehen. Am nächsten Morgen gab´s dann noch lecker Frühstück inklusive lustiger Rubbellos-Aktion. Leider haben wir nichts gewonnen ausser diverse TV-Show "Optionsscheine". Vielleicht kann man die ja mal einlösen wenn es darum geht unsere neue CD zu promoten. Man wird sehen.

09.12.00 Chemnitz - Kraftwerk

So, das war's für das Jahr 2000 mit Live-Gigs von uns. Zwischen Studio und Weihnachtsbäckerei hatten wir wieder richtig Lust auf ein schönes Konzert in unserer favorisierten Konzertlandschaft. So kam der Chemnitz-Gig gerade zur rechten Zeit um das ziemlich ereignisreiche Jahr ausklingen zu lassen. Und wie auch nicht anders zu erwarten fuhren wir die altbewährte Strecke (A44 und dann hinten rechts runter) Richtung Chemnitz. Da wir dem Bus und auch uns keine Strecken mehr über 250 KM zumuten wollen, fuhren wir mit dem, mit einer neuen Stossstange ausgestatteten Espace von Stormy und Ingos neuem Geschoss. Alleine das Packen dauerte ziemlich genau eine Stunde, und keiner weiss mehr genau wie wir es letztendlich geschafft haben alle Verstärker, Gitarrenkoffer und Drumcases in zwei Autos zu kriegen (und natürlich auch noch 8 Leute). Daher sind wir auch ziemlich gespannt auf das Foto, das ein netter Kameramann mit grün-weisser Kleidung in einer Baustelle irgendwo zwischen Jena und Gera von uns gemacht hat. Muss ziemlich witzig ausgesehen haben. Kommt dann auch irgendwann ins Internet. So gegen 18.00 hatten wir dann auch endlich das Kraftwerk in Chemnitz gefunden. Schön da. Da wir alle ziemlich platt von der Fahrt waren testeten wir kurz das heimische Landbier (warum waren Kreuze auf den Flaschen?) und die leckeren Camenbert-Schnittchen. Andreas philosophierte bei dieser Gelegenheit wieder über den Träger des französischen Käseordens (dat is Ulrich Wickert) und darüber, das das Weisse nur Verpackung ist. Wir liessen uns ziemlich viel Zeit bis wir mit dem Aufbau und dem Soundcheck begannen, dafür waren wir dann umso schneller damit fertig. Irgendwann nach leckerem (fleischlosem) Abendessen und einigen Partien Billard stand auf einmal Pfütze im Raum. Pfütze haben wir damals auf dem Force-Attack in Rostock kennengelernt und ein Jahr später sind ein paar von uns beim Sundown mit Ihm nach ausgiebiger Backstage-Party noch FKK-Schwimmen gegangen. Und wer das macht, der darf sich wirklich als Freund der Band bezeichnen. Wir fruen uns auf jeden Fall immer wenn wir Ihn treffen, alleine schon deshalb weil es kaum Leute gibt die so einen trockenen Humor an den Tag legen. Schöne Grüsse Pfütze!!
Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten kamen dann doch noch ein paar mehr Leute und als wir anfingen, machten diese paar mehr Leute ziemlich viel Druck. Und da die alte Faustregel auf unseren Konzerten (tanzen, trinken, Spass haben) vom Publikum eindrucksvoll umgesetzt wurde, hatten auch wir ziemlich viel Spass auf der Bühne. Das war alles sehr rund. Zur Feier des Tages bekam Chemnitz von uns auch noch die volle Dröhnung "Weihnachtsbäckerei" und nachher waren wohl alle mehr als zufrieden. Und wir waren platt. Andreas handelte noch ein paar Calpis aus und Pfütze zog uns alle mit Links und ohne Probleme beim Darten ab. Das war´s dann aber auch. Ein Teil schlief bei Rodney (Veranstalter?!), ein anderer beim Inhaber des Clubs (?!). Und beide meinten es sehr gut mit uns, so dass wir unsere verlausten Isomatten gar nicht brauchten. Am nächsten Morgen gab´s noch ein tolles Motorradvideo und einen starken Kaffee und dann ging´s schon wieder zurück ins Sauerland. Scheiss Rückfahrerei und wieder mal im MC Donalds Eisennach Mittag gegessen. Auch auf dieser Speisekarte keine Überraschungen. Irgendwie und irgendwann sind wir dann wieder an unserer Mendener Strasse eingetrudelt und haben schnell unsere Sachen in den Proberaum geschmissen. Jetzt ist erst mal Ruhe und kein Konzert mehr bis mitte Januar. Dafür aber die legendäre Lady Godiva Weihnachtsfeier und die wird traditionell auch wieder ziemlich hart.

Lady Godiva bedankt sich an dieser Stelle bei Mr. Lars Schneider für´s "Retten in letzter Sekunde" und für ein tolles Proben und ein noch besseres Konzert. Thanks!!

12.01.01 Soest Alter Schlachthof

Mit freudiger Erwartung ging´s zum ersten Konzert des Jahres 2001 in den heissgeliebten "Alten Schlachthof" nach Soest. Letztes Jahr hatten wir richtig abgeräumt; dementsprechend gross waren dieses Mal auch unsere Erwartungen. Doch als wir uns am Freitag nachmittag trafen war das alles ziemlich unenspannt. Carlo und Andreas waren die ganze Nacht durchgeheizt (Skiurlaub auf der Schneeeeekoppe) und sahen dementsprechend gut aus. Der Rest war mit dem "Studio-Grippe-Virus" infiziert und teilweise mit "legalen" Drogen vollgepumpt. Aber unser Bus war durch den TÜV. Wenn auch in letzter Sekunde, aber egal. Was lange währt...! So sassen wir dann endlich mal wieder im Bus und fuhren die paar Meter nach Soest. Im Schlachthof lief alles wie man es kennt. Komplikationslos, freundlich, ohne grossen Probleme. Die PA stand, wir schmissen unseren Krempel auf die Bühne und legten los. Nach dem checken des Sounds, checkten wir die mit Liebe gekochten Nudeln, stellten fest, das auf Rindfleisch verzichtet wurde und lauschten den Klängen von Violet, unserer Vorgruppe für den heutigen Abend. Violet spielte vor einem schon fast vollem Haus, und was sie spielten war richtig gut. Vor allem die Instrumentierung war Interessant: Geige, Harfe, Dudelsack und "Hackbrett".

Als wir dann anfingen war´s genau wie im letzte Jahr. Vom ersten Takt an Party vor und auf der Bühne. Andreas war auch wieder wach und vergass vor lauter rumgezappel mal locker unseren dritten Song. Störte aber auch keinen. Wir hatten (vor dem Skiurlaub von Bass und Gesang) in einer Probe mal einen Oldie ausgegraben, in der Hoffnung das eine alte Wette eingelöst werden könnte ("wenn Ihr das Lied spielt, lass ich mich nackt auf einem Pferd fotografieren"). So spielten wir voll freudiger Erwartung unseren guten alten "Love Song" und bemerkten hinterher, das unsere "Wettpatin" gar nicht erschienen war. Schade, hätte sich gelohnt. Aber nach Love Song kam der bekannte "Druckteil". Andreas schnorrte sich beim "Stuntman" wieder ne´Zigarre und das Publikum drehte richtig ab. Vor allem unsere Jungs von "The real Leningrad Cowboys" waren wieder gut drauf ("gaaanz Prima!!") und bauten fast die Bühne ab ("Applaus für Klaus!"). Als Zugabe spielten wir den guten alten "Whisky Johnny" in einer "Tribute to Whisky Priests"-Version und wie fast immer zum Schluss Mountain Dew in einer Ultra-High-Speed-Version. Dabei hatte die Bass-Gitarren- Fraktion auf der rechten Bühnenseite wahrscheinlich soviel Energie verbraucht, das die richtige Tonart von "Buona Sierra Tequila" erst mit viel Überlegen und mit Hilfe von Jan gefunden wurde. Egal, wir waren alle platt (selbst der "Drunken Sailor" musste wieder dran glauben) und nach 2 ½ Stunden Vollgas waren wir (zumindest Schlagzeuger und Akkordeonspieler) froh als dann mit "The death is not the end" noch was ruhiges zum Schluss kam. Geiles Konzert war´s. Und Spass hat es wieder gemacht bei den Soestern. Leider gab es nach dem Konzert keine Party mehr, obwohl wir alle noch richtig abgerockt hätten. Aber die "böse, blaue Frau" machte uns einen Strich durch die Rechnung, und für alle die auch auf so liebevolle Art und Weise vor die Tür gesetzt wurden versprechen wir, dies alles auf unserer CD-Präsentationsparty wieder gutzumachen. Na ja, so Schade es auch war, zumindest uns wurde noch ein Biercen gegönnt (nicht ohne auf die Gefahr von Biergläsern auf Billardtischen aufmerksam gemacht zu werden), bevor wir dann an der Möhne lang nach Hause getuckert sind. Vergessen. Es war ein genialer Abend in Soest und wir waren schon ein wenig überrascht was schon am Sonntag über uns in der Zeitung stand.

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