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LADY GODIVA

Musik ist für uns alle eine Art Erholung

Die aus dem Sauerland stammenden LADY GODIVA servieren uns auf ihrem dritten Album "Red Letter Day" eine absolut tanzbare Mischung aus Irish Folk, Ska, Punk & Country. inMusic hatte das Vergnügen, sich mit den beiden "Ladys" Andreas Beckmann (vocals) und Thomas Rünker (tin-whistle) über die neue Platte zu unterhalten...

inMusic: Vielleicht kannst du mir zu Anfang ein wenig über die bisherige Bandgeschichte von LADY GODIVA erzählen?

Andreas: Die Band ist 1994 aus unserem Freundeskreis heraus entstanden. 1996 erschien unsere erste CD "Whiskey You're The Devil" und 1998 der Nachfolger "Tales Of Kings And Boozers".

inMusic: Habt ihr denn schon immer in der Siebener-Besetzung gespielt?

Andreas: Ja, obwohl wir kurzzeitig auch schon mal zu acht waren. Wir hatten zeitweise mal 'ne Geigerin dabei, was aber nicht so recht klappte. So haben wir uns dann letztendlich auf das Line-Up mit 2 Gitarren, Banjo, Akkordeon, Mandoline, Tin Whistle und Drums eingeschossen. Also eher die traditionelle Besetzung...

inMusic: Obwohl eine Fiddle ja doch auch sehr charakteristisch im Folkbereich ist!

Andreas: Sicher, schon. Wir wollen mit LADY GODIVA aber nicht nur in den traditionellen Folkbereich gehen, sondern auch rockig und punkig klingen. Insofern fanden wir es besser, auf die Geige zu verzichten.

inMusic: Auf eurer neuen CD "Red Letter Day" finden sich mit "Hot Asphalt", "Rattlin' Bog" und "Spancill Hill" auch nur sehr wenige Neuarrangements von irischen Traditionals. Neben eigenen Kompositionen gibt es auch sehr ungewöhnliche Coverversionen von Bob Dylan ("The Death Is Not The End") und Lee Majors ("Unknown Stuntman"). Letzteres Stück war ja auch die Titelmelodie zur TV-Serie "Ein Colt für alle Fälle"!

Andreas: Ja, genau. In unserer Jugend haben wir uns die Serie mit Colt Sievers alias Lee Majors immer sehr gerne im Fernsehen angeschaut und die Folgen dann anschließend mit unseren Ketcars auf der Straße nachgespielt. (lacht) Und daran haben wir uns dann im Studio zurückerinnert und die se Coverversion auf die CD gepackt. Dieses Stück gibt es übrigens auch als separate Singleauskopplung von unserem Album. - "The Death Is Not The End" von Bob Dylan klingt in unserer Version weitaus fröhlicher als im Original. Wir haben die Nummer mit etlichen Effekten und Rhythmusgeräten bespickt, um unseren eigenen Stil einzubringen. Unser Schlagzeuger hat bei "The Death Is Not The End" sogar 'ne Plastiktüte zusammengeknüllt und sie dann auf seiner Snare gerieben. Das war ein ganz witziger Effekt.

inMusic: Und sicherlich auch eine ganz neue Klangfarbe. Ihr seid also eine Band, die im Studio gerne mit ungewöhnlichen Sounds experimentiert?

Andreas: Auf jeden Fall. Unser Produzent Martin Meinschäfer hat uns diesbezüglich auf sehr viele Ideen gebracht.

inMusic: Die Studioaufnahmen haben von Oktober bis Januar gedauert?

Andreas: Ja, wobei es natürlich etliche Unterbrechungen gab, da wir das Ganze semi-professionell machen und noch anderen Beschäftigungen nachgehen. Wir sind meistens am Feierabend von der Arbeit direkt ins Studio gegangen.

inMusic: Ist das nicht schwierig, dann den Kopf freizukriegen, um musikalisch kreativ zu werden?

Andreas: Definitiv nicht. Musik ist für uns alle grundsätzlich eine Art von Erholung.

inMusic: Was man der CD auch anhört. Die Songs klingen durchwegs positiv und voller Lebensfreude. Bist du als Sänger auch für die Texte eurer Eigenkompositionen zuständig?

Andreas: Für diesen Part sind bei uns unser Flötist Thomas und Schlagzeuger Thorsten verantwortlich.

Thomas: Richtig, Thorsten und ich teilen uns diese Arbeit. Je nachdem, wer von uns beiden eine Idee hat, bringt sie zu Papier.

inMusic: Ist es nicht schwierig, Texte für jemanden anderen zu schreiben, bzw. wie weit muss man sich dann in diese Person hineinversetzen können?

Thomas: Das ist natürlich schon ein Problem. Auf unseren CDs gibt es aber Stücke, die sehr allgemein gehalten sind. Die singt dann Andreas. Handelt es sich aber um einen sehr persönlichen Text, wie zum Beispiel über eine verflossene Liebe oder meine verstorbene Oma (in "Remember The Time"), singe ich das Stück natürlich selbst. Hauptsächlich ist meine Stimme auf der neuen CD aber bei verschiedenen Refrains zu hören, in "Death Is Not The End" auch im Duettgesang mit Andreas.

inMusic: Hauptsächlich bist du bandintern aber für das Spiel auf der irischen Tin-Whistle zuständig. Was kannst du unseren Lesern denn über diese Flötenart erzählen?

Thomas: Die Tin-Whistle kommt - wie du bereits gesagt hast - aus Irland und wird aus allen möglichen Materialien gefertigt, u.a. aus Holz, Zinn, Messing und Aluminium. Die Tin Whistle hat im Gegensatz zur Blockflöte lediglich 6 Löcher (bei der Blockflöte sind es 8). Ein besonderes Charakteristikum ist auch, dass es bei der Tin-Whistle für jede Tonart eine eigene Flöte gibt. Es gibt also eigene Flöten für D-Dur, C-Dur usw., wobei die hohen und tiefen Töne durch die jeweilige Blastechnik beeinflusst werden.

inMusic: Du hast dann bei den Auftritten von LADY GODIVA sicherlich gleich mehrere Tin-Whistles bereit liegen?

Thomas: Ja, meistens habe ich dann 3 Stück dabei: C-Dur, D-Dur und Es-Dur. Und während der einzelnen Stücke werden die Tin-Whistles dann munter gewechselt...
Rainer Guérich
CD: Red Letter Day (Langstrumpf Rec./Alive)

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